Wenn ein Autofahrer in Deutschland seinen Führerschein abgeben musste, etwa wegen Alkohol am Steuer, sollte er nicht auf eine Fahrerlaubnis aus dem Ausland setzen.

Zwar hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass deutsche Behörden eine Lizenz aus Holland anerkennen müssen, auch wenn sie dort gar nicht erteilt werden durfte (Az. C-476/01). Doch dem war ein Versehen der holländischen Behörden vorausgegangen.

Für so eine Fahrerlaubnis muss man nämlich seinen Wohnsitz mindestens 185 Tage lang im anderen Land haben. Die holländische Behörde hatte übersehen, dass dieses Kriterium nicht erfüllt war. Darauf, dass sich das Versehen wiederholt, sollte niemand bauen.

Dennoch versuchen nach Angaben des ADAC derzeit viele Geschäftemacher, Kunden mit Verweis auf das Urteil in ausländische Fahrschulen zu locken.

Vor allem Menschen, die sich um die psychologische Fahreignungsprüfung („Idiotentest“) drücken wollen, machen sich falsche Hoffnungen: Selbst wenn ein gültiger Auslandsführerschein vorliegt, ordnen Behörden die Eignungsprüfung an, wenn sie Zweifel an der generellen Fahrtüchtigkeit haben.

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