Arbeitnehmer, die innerhalb eines Jahres teils in Deutschland leben und arbeiten und teils im Ausland, müssen sich auf eine höhere deutsche Steuerlast einstellen. Das haben die obersten Richter vom Bundesfinanzhof im Fall eines amerikanischen Arbeitnehmers entschieden, der vorübergehend bei Ford in Köln arbeitete und im Laufe des Jahres wieder zur Muttergesellschaft in die USA wechselte (Az. I R 63/00).

Der Amerikaner zahlte in Deutschland und den USA Steuern. Trotzdem musste er auf seine in Deutschland verbuchten Einkünfte den höheren Steuersatz zahlen, als ob er seine gesamten Jahreseinkünfte in Deutschland bekommen hätte (Progressionsvorbehalt).

Nur wenn ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Ausland das verbietet, darf das deutsche Finanzamt die ausländischen Einkünfte nicht einbeziehen. Doch solche Abkommen sind eher die Ausnahme als die Regel.

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