Quellen­steuer: Geld zurück­holen

Chancen. Für Dividenden aus Auslands­aktien bekommen Deutsche in den meisten Ländern Quellen­steuer erstattet. In Deutsch­land können sie ihre Abgeltung­steuer senken.

Deutsch­land. Verwaltet eine deutsche Depot­bank die ausländischen Aktien, zieht diese bis zu 15 Prozent Quellen­steuer von der Abgeltung­steuer ab. Alternativ können Anleger Quellen­steuer, für die im Ausland keine Erstattung möglich ist, über die Steuererklärung zurück­holen. Sie geben dafür alle Kapital­erträge auf der Anlage KAP an. Für 2013 gilt:

  • In Zeile 7 bis 12 kommen Erträge, für die ein Frei­stellungs­auftrag vorlag oder von denen Abgeltung­steuer abge­zogen wurde.
  • In die Zeilen 16 bis 23 gehören Dividenden aus Auslands­depots und andere Kapital­erträge.
  • In Zeile 53 wird von der deutschen Depot­bank verrechnete Quellen­steuer einge­tragen, in Zeile 54 noch nicht verrechnete Quellen­steuer.
  • Das Finanz­amt fordert für Quellen­steuer­abzüge Steuer­bescheinigungen im Original.

Ausland. Das Ausland erstattet Quellen­steuern auf Antrag. Aktionäre geben die Formulare erst beim Finanz­amt ab, damit es bestätigt, dass sie als Steuerzahler registriert sind. Danach leiten sie die Papiere an die Behörde im Ausland. Faust­regel: Der Antrag sollte spätestens zwei Jahre nach der Dividenden­gutschrift dort sein. Sonst verjährt die Forderung.

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