Steuer­probleme vermeiden: Wegweiser für Fonds­anleger

Rentenfonds und Misch­fonds mit hohem Renten­anteil: Diese Fonds sind kritisch, weil sie einen hohen Anteil an Zins­papieren haben und beträcht­liche Erträge thesaurieren.Der zurzeit beste Rentenfonds Euro, BNY Mellon Euro­land Bond aus unserem Dauer­test (siehe Produktfinder Investmentfonds) ist für Anleger, die Papierkram mit dem Finanz­amt scheuen, nur zweite Wahl. Mit dem zweit­platzierten LBBW Renten Euro Flex gehen sie Komplikationen aus dem Weg. Eine gute Alternative ist der Indexfonds iShares eb.rexx Government Germany (siehe Produktfinder Investmentfonds).Von den vorsichtig anlegenden Misch­fonds haben die beiden erst­platzierten den steuerlichen Makel. Die drei Fonds dahinter sind unkritisch. Bei „High-Yield-Rentenfonds“, die in hoch­verzinste Staats­anleihen exotischer Länder oder Unter­nehmens­anleihen investieren, sollten Anleger wegen der sehr hohen steuer­pflichtigen Erträge die ausländisch-thesaurierende Variante grund­sätzlich meiden.

Gemanagte Aktienfonds. Da viele Aktienfonds nur geringe regel­mäßige Erträge aus Dividenden erwirt­schaften, ist das Steuer­problem weniger gravierend. Bei welt­weit anlegenden Fonds wie dem Warburg Value A oder dem Carmignac Investissement (siehe Produktfinder Investmentfonds) können Anleger wegen der guten Qualität der Fonds die Kröte schlu­cken. Anders sieht es aus, wenn Fonds gezielt in dividenden­starke Aktien investieren.

Index-Aktienfonds (ETF): Bei ETF, die einen Index mit Original­aktien nach­bilden, kommt es darauf an, welche Aktien im Index stecken. Für Indizes wie dem Euro Stoxx 50 oder dem Stoxx 50 sind auf längere Sicht durch­schnitt­liche Dividendenrenditen von 3 bis 4 Prozent realistisch. Noch mehr bringen spezielle Dividendenindizes. Ausländisch-thesaurierende Fonds haben hier erhebliche Neben­wirkungen. Bei Fonds auf breite Märkte wie den MSCI World ist das Dividenden­problem geringer. Ein Spezialfall sind Swap-ETF, die einen Index nach­bilden, ohne die enthaltenen Wert­papiere zu kaufen. So können ETF auf Aktienindizes meist „ausschüttungs­gleiche Erträge“ ohne Rendite­nachteil für Anleger vermeiden. Das gilt etwa für die Aktien-ETF von Coms­tage und db-trackers. Bei den ETF von ishares müssen Anleger aufpassen, dass sie nicht versehentlich ausländisch-thesaurierende Tranchen erwischen: Auch die in Irland aufgelegten Fonds dieses Anbieters tragen die Buch­staben „DE“ in der Isin-Kenn­nummer. Die in Deutsch­land aufgelegten ishares-Fonds erkennen Anleger am Zusatz DE in der Produktbezeichnung.

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