Auskunfts-Rufnummer 11861 Meldung

Die teure Auskunfts-Rufnummer „11861“ muss der Netzbetreiber heute abschalten. Das Verwaltungsgericht Köln hat bestätigt, dass die Anordnung der Bundesnetzagentur gegen den Betreiber 01018 GmbH rechtmäßig ist. Gegen den Beschluss kann das Unternehmen innerhalb von 14 Tagen Beschwerde einlegen.

Auskunft für 1,99 Euro pro Minute

Um die ehemalige Auskunfts-Rufnummer der Deutschen Bahn „11861“ tobt ein heftiger Streit. Der neue Betreiber des Auskunftsdiensts verlangt von den Anrufern 1,99 EUR pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Allein die Preisansage bei einer Weitervermittlung dieses Services dauerte 1:47 Minuten, stellte die Bundesnetzagentur fest. Die Bundesnetzagentur ordnete am 23.12.2010 die Abschaltung der Auskunftsnummer an. Hiergegen wandte sich das Unternehmen mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln.

Seit heute ist Schluss

Heute hat das Verwaltungsgericht Köln in einem Beschluss die Rechtmäßigkeit des Abschaltens erklärt. Nun muss die 01018 GmbH die Nummer stilllegen. Die Bundesnetzagentur hatte sich auf bitten des Gerichts damit einverstanden erklärt, mit den Vollzug der Anordnung so lange zu warten, bis die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vorliegt, sagte ein Sprecher gegenüber test.de. Allerdings erhalten Verbraucher bereits gezahlte Entgelte nicht zurückerstattet. Dazu wollte die Bundesnetzagentur das Unternehmen verpflichten. Die Richter sahen dafür aber keine gesetzliche Grundlage gegeben. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Das Unternehmen kann innerhalb von 14 Tagen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen.

Ehemalige Auskunft der Deutschen Bahn

Unter der Rufnummer 11861 hatte die Deutsche Bahn AG Auskünfte erteilt. Ende des Jahres 2008 hat sie diesen Auskunftsdienst eingestellt und die Telefon-Nummer zurückgegeben. Seit dem 15. Dezember 2009 ist die Rufnummer dem neuen Inhaber zugeteilt. In vielen Telefonbüchern wird die Rufnummer als Bahn-Auskunft beworben. Darüber hinaus ist die Auskunftsdienst-Rufnummer in vielen Handys im Telefonbuch als Bahn-Auskunft voreingestellt.

Verwaltungsgericht Köln, Beschluss vom 14.02.2011
Aktenzeichen: 1 L 1908/10

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