Ab 1. April können Verbraucher einmal im Jahr verlangen, dass Auskunfteien wie Schufa, Bürgel oder Creditreform ihnen gratis mitteilen, was über sie gespeichert ist. Offengelegt werden müssen auch die Bewertungen (Scorewerte) der letzten sechs Monate, welche Daten dort einflossen und wer die Daten abfragte. Dies legt das neue Datenschutzgesetz fest. Bislang kostete eine Schufa-Eigenauskunft 7,80 Euro – bleibt abzuwarten, ob die neue Gratisauskunft knapper ausfällt als die bisher kostenpflichtige.

Das neue Gesetz regelt auch, dass Firmen offene Rechnungen erst melden dürfen, wenn die Forderung rechtskräftig und anerkannt ist oder wenn der Schuldner zweimal mit mindestens vier Wochen Abstand schriftlich gemahnt wurde und die Forderung nicht bestreitet sowie vorab über die Schufa-Meldung unterrichtet wurde. Bestreitet er die Rechnung oder hat er Widerspruch eingelegt, darf nicht gemeldet werden.

Tipp: Wer bei Banken, Mobilfunkfirmen oder Versandhändlern auf Probleme stößt, sollte nachfragen. Oft ist ein negativer Schufa-Eintrag der Grund. Doch die gespeicherten Infos sind häufig falsch. Das Verbraucherschutzministerium hat in einer Studie festgestellt, dass etwa bei der Schufa 46 Prozent der Daten fehlerhaft oder unvollständig waren.

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