Eine Bank darf nach der fristlosen Kündigung eines Kredits und der Einräumung einer Frist für die Zahlung des noch offenen Betrags die Zahlungsschwierigkeiten des früheren Kunden nicht sofort an die Schufa melden.

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts München ist das Kreditinstitut nach einer außerordentlichen Beendigung des Kreditvertrags verpflichtet, den Kunden zunächst zweimal schriftlich zur Zahlung aufzufordern. Zwischen der letzten Aufforderung und der Meldung an die Schufa, müssen mindestens vier Wochen liegen.

Außerdem muss der Kunde über die Datenübermittlung informiert werden. Die verurteilte Unicredit Bank muss ihre Meldung an die Schufa widerrufen (Az 5 U 4184/10).

Bisher konnten Banken negative Kundendaten mit der Kreditkündigung fast willkürlich an Auskunfteien weitergeben. Eine spätere Umschuldung über eine andere Bank war dann häufig unmöglich.

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