Sinn­volle Sparformen: Versicherung und Vorsorge trennen

Existenz sichern. Wer für die Kinder sparen will, sollte eine Grund­regel beachten: Versicherung und Vorsorge trennen. Am meisten tun Eltern für die Zukunft ihrer Kinder, wenn sie sich und den Nach­wuchs gegen existenzielle Risiken absichern. Eine preis­werte und ausreichende Risiko­lebens­versicherung etwa sorgt dafür, dass Kinder den Verlust eines Eltern­teils zumindest finanziell gut über­stehen. Die Familie ist damit im Ernst­fall vor einem drastischen Rück­gang des Haus­halts­einkommens geschützt. Mit einer Berufs­unfähigkeits­police schließen Eltern die Versorgungs­lücke, wenn das Einkommen aus dem Job wegen Unfall oder Krankheit wegfällt. Für Kinder kann eine Unfall-, am besten eine Invaliditäts­versicherung sinn­voll sein. In jedem Fall sollten Eltern an eine private Haft­pflicht mit ausreichender Deckungs­summe für die Familie denken. Erst wenn diese Risiken abge­deckt sind, folgt Schritt zwei, die Geld­anlage.

Tipp: Ob Sie gut versichert sind, können Sie mit unserem kostenlosen Versicherungscheck über­prüfen.

Sichere Anlage. Bank­sparpläne eignen sich für Eltern oder Groß­eltern, die zu einem bestimmten Zeit­punkt eine fixe Summe brauchen oder eine Rück­lage ansparen wollen. Es gibt drei Varianten. Erstens: Sparpläne mit Zinstreppe. Hier steigen die Zinsen Jahr für Jahr ein Stück­chen an. Variante zwei bietet variable Zinsen, angepasst an den Markt­zins und dazu mit der Lauf­zeit steigende Boni. Bei Option drei vereinbaren Kunden feste Lauf­zeiten mit meist festen Zinsen.

Tipp: Vergleichen Sie mehrere Angebote, bevor Sie einen Vertrag abschließen mithilfe unseres Sparplanrechners. Wegen der derzeit nied­rigen Zinsen sollten Sie zudem prüfen, ob Tages­geld höhere Erträge als ein Bank­sparplan bringt Produktfinder Zinsen.

Fonds­sparplan. Ein Fonds­sparplan eignet sich für alle, die lang­fristig ein Vermögen aufbauen wollen. Schon mit 25 Euro monatlich können Sie Anteile kaufen. Eltern oder Groß­eltern können damit flexibel sparen. Es ist möglich, die Höhe der Raten zu variieren, die Zahlungen auszusetzen oder zusätzliche Beiträge einzuzahlen.

Tipp: Finanztest bewertet monatlich rund 3 000 Fonds. Im Produktfinder Fonds finden Sie die aktuellen Fonds­bewertungen. Für Anleger, die sich nicht intensiv mit den Kapitalmärkten beschäftigen wollen, eignen sich etwa börsen­gehandelte Indexfonds, ETF genannt (Exchange Traded Funds).

Steuern optimieren. Zins­erträge und Kurs­gewinne beim Fonds­verkauf unterliegen der 25-prozentigen Abgeltung­steuer. Eltern oder Groß­eltern sparen Steuern, wenn ein Sparplan oder Depot auf den Namen des Kindes läuft. Obwohl minderjäh­rig, werden Kinder als voll­wertige Steuerzahler einge­stuft. Das bedeutet, dass ihnen auch der Grund­frei­betrag von 8 130 Euro, der Sparerpausch­betrag von 801 Euro sowie die Sonder­ausgabenpauschale in Höhe von 36 Euro zustehen. Vorsicht: Steigen die Zins­einkünfte des Kindes auf mehr als 395 Euro pro Monat, ist es mit der beitrags­freien Mitversicherung des Kindes in der gesetzlichen Krankenkasse vorbei.

Sparen mit Geld vom Staat

Rendite (Prozent)

Guthaben in Euro bei einer Lauf­zeit von ...

5 Jahren

10 Jahren

15 Jahren

20 Jahren

0,0 %

11 040

22 080

33 120

44 160

0,5 %

11 176

22 635

34 383

46 428

1,0 %

11 315

23 206

35 705

48 840

1,5 %

11 454

23 794

37 087

51 407

2,0 %

11 595

24 398

38 533

54 139

2,5 %

11 738

25 019

40 045

57 046

3,0 %

11 883

25 658

41 628

60 141

3,5 %

12  029

26 316

43 284

63 437

4,0 %

12 177

26 992

45 017

66 947

4,5 %

12 326

27 688

46 830

70 685

5,0 %

12 478

28 403

48 728

74 668

5,5 %

12 631

29 138

50 714

78 911

6,0 %

12 785

29 895

52 792

83 433

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