Vertrags­varianten: Vorzeitiger Ausstieg oft verlust­reich

Hinter dem Begriff „Ausbildungs­versicherung“ verbergen sich Lebens­versicherungen in unterschiedlichen Varianten. Immer kombinieren die Produkte Risiko­schutz und Geld­anlage. Oft fließt ein Teil der Einzahlung in einen oder mehrere Fonds.

Mit fixem Vertrags­ende. Eine „echte“ Ausbildungs­versicherung ist eine Lebens­versicherung mit festem Auszahlungs­termin, auch „Termfix­versicherung“ genannt. Der Vertrag läuft beispiels­weise bis zum 18. oder 27. Geburts­tag des Kindes. Versicherungs­nehmer ist die einzahlende Person, zum Beispiel Vater, Mutter oder ein Groß­eltern­teil. Die Auszahlung erfolgt zu einem von den Vertrags­part­nern fest­gelegten Termin. Stirbt der Versicherungs­nehmer vorher, über­nimmt der Versicherer die Beiträge, sodass die Auszahlung zum Stichtag erfolgen kann. Ihr eigenes Todes­fall­risiko sollten Eltern aber ohnehin finanziell absichern. Das geht preisgüns­tiger durch eine Risiko­lebens­versicherung.

Renten­policen. Eine Variante der Ausbildungs­versicherung ist die Kinder-Renten­versicherung. Der Eltern­teil, der unter­schreibt, ist Versicherungs­nehmer, das erwachsene Kind kann den Vertrag später fortführen. Eine Kapitalent­nahme ist meist zu bestimmten Zeit­punkten zwischen­durch erlaubt. Der Vertrag läuft oft über 60 Jahre und länger. Das macht ihn teuer und unflexibel.

Tipp: Haben Sie eine Ausbildungs­versicherung abge­schlossen? Eine Kündigung könnte Verluste bringen. Prüfen Sie deshalb zunächst, ob Sie Ihren Vertrag verbessern können. So kann sich bei einer Fonds­police ein Wechsel des Investments in einen erfolg­reicheren Fonds lohnen, sofern angeboten. Bevor Sie den Vertrag beenden oder nicht mehr weiter einzahlen, lassen Sie sich am besten von einer Verbraucherzentrale beraten (www.verbraucherzentrale.de).

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