Junge Erwachsene bis 25 Jahre haben etwa dann Anspruch auf Kinder­geld, wenn sie eine Ausbildung absol­vieren. Steht Voll­jährigen das Kinder­geld auch zu, wenn sie ihre Ausbildung wegen einer Erkrankung auf unbe­stimmte Zeit unter­brechen? Ja, so das Finanzge­richt Rhein­land-Pfalz. Wegen einer Angst­störung musste eine junge Frau ihre Ausbildung an einer Berufs­fach­schule für Mode nach einem Jahr abbrechen. Die Familien­kasse stellte die Kinder­geldzahlung ein, weil die Frau weder ein amts­ärzt­liches Gutachten vorlegte noch erklärte, ihre Ausbildung alsbald weiterzuführen. Einen Antrag auf rück­wirkende Kinder­geldzahlung lehnte die Kasse später ab, obwohl die Frau mitt­lerweile die notwendigen Nach­weise erbracht hatte. Die Richter entschieden für die Frau: Sie habe die Ausbildung nicht absicht­lich, sondern krank­heits­bedingt abge­brochen. Da sie ausbildungs­willig war, stünde ihr für die Zeit Kinder­geld zu (Az. 2 K 2487/16, nicht rechts­kräftig).

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