Ausbildungs­kosten Special

Auszubildende sollten eine Steuererklärung machen – auch wenn sie das erste Mal in Ausbildung sind, kein Arbeits­verhältnis abge­schlossen haben und kein Einkommen erzielen. Ein Streit beim Bundes­verfassungs­gericht eröffnet ihnen Chancen auf hohe Steuererspar­nisse, wenn sie Ausgaben für ihr Studium oder ihre Berufs­ausbildung als Werbungs­kosten abrechnen und dafür Verluste fest­stellen lassen. Finanztest zeigt, wie sie beim Finanz­amt vorgehen müssen.

Studien­gebühren, Geld für Bücher und andere Ausbildungs­kosten

Der Bundes­finanzhof hat entschieden, dass Ausgaben für die erste Ausbildung immer Werbungs­kosten sind. Jetzt soll das Bundes­verfassungs­gericht klären, ob das auch für Studenten und Auszubildende ohne Arbeits­verhältnis und Einkommen gilt. Wer betroffen ist, kann bestimmte Ausbildungs­kosten in der Steuererklärung als Werbungs­kosten angeben und Verluste fest­stellen lassen. Die Finanztest-Tabelle zeigt, für welche Posten das Finanz­amt Werbungs­kosten oder Sonder­ausgaben anerkennt. Geht der Verfassungs­streit günstig aus, winken im Berufs­leben später zigtausend Euro Steuerersparnis.

Auch vergangene Jahre abrechnen

Wer schon länger in Ausbildung ist und bisher keine Steuererklärung gemacht hat, rechnet seine Ausbildungs­kosten freiwil­lig noch bis ins Jahr 2011 zurück ab. Selbst für die Jahre 2008 bis 2010 lassen sich nach­träglich noch Verluste geltend machen. Dabei hilft einer von drei Muster­briefen, auf die Sie Zugriff erhalten, wenn Sie das Finanztest-Special frei­schalten.

Einspruch beim Finanz­amt sinn­voll

Auch wenn sich das Finanz­amt quer­stellen wird: Der Einspruch, den Auszubildende und Studenten mithilfe der Finanztest-Muster­briefe einlegen können, sorgt dafür, dass der eigene Fall bis zur juristische Klärung durch das Bundes­verfassungs­gericht offen bleibt.

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