Studenten können sich in eine Musterklage beim Bundesfinanzhof (BFH) einklinken, wenn sie das erste Mal studieren und vorher keine Berufsausbildung hatten. Eine Frau, die nach dem Abitur studierte, will für ihr Studium von 2004 bis 2006 im Schnitt fast 10 000 Euro im Jahr als Werbungskosten absetzen. Bisher erkennt das Finanzamt in solchen Fällen bis zu 4 000 Euro im Jahr als Sonderausgaben an. Damit sparen nur Studenten Steuern, die Einkommen versteuern müssen. Würden dagegen Werbungskosten anerkannt, hätten auch die anderen etwas davon. Das Finanzamt stellt dann einen Verlust fest und zieht ihn von späteren Einkünften ab.

Tipp: Rechnen Sie Ausgaben als vorweggenommene Werbungskosten auf der Anlage N zur Steuererklärung ab. Werden sie abgelehnt, legen Sie Einspruch ein und weisen auf das BFH-Verfahren VI R 7/10 hin. Dann bleibt Ihr Fall offen.

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