Ausbildungs­kosten Meldung

Studenten können Kosten für Fachbücher mit absetzen.

Chance. Die Finanz­ämter müssen dieses Jahr für 2008, 2009 und 2010 noch Verluste fest­stellen, wenn Ausbildungs­kosten Werbungs­kosten sind. Die Verjährungs­frist läuft nicht nach vier, sondern erst nach sieben Jahren ab, urteilte der Bundes­finanzhof (Az. IX R 22/14).

Nutznießer. Das Urteil betrifft alle, die damals in Ausbildung waren, freiwil­lig eine Steuererklärung abgeben konnten, aber wegen fehlender Einkünfte keine gemacht haben. Sie holen versäumte Abrechnungen nach und tragen Studien­gebühren, Kosten für Fach­literatur und andere Ausbildungs­ausgaben als Werbungs­kosten in die Anlage N ein. Im Mantelbogen beantragen sie, dass ein Verlust­vortrag fest­gestellt wird. So sparen sie in Jahren Steuern, in denen sie Einkünfte haben, voraus­gesetzt, die Finanz­verwaltung schließt sich der Recht­sprechung des Bundes­finanzhofs an.

Ausbildung. Werbungs­kosten kann jeder für eine Lehre, ein duales Studium mit Arbeits­verhältnis oder Zweit­ausbildungen wie ein Master­studium geltend machen. Ob auch Ausgaben für das erste Studium oder die erste Berufs­ausbildung ohne Arbeits­verhältnis Werbungs­kosten sind, soll das Bundes­verfassungs­gericht klären. Das Finanz­amt wird Steuer­bescheide bei allen, die dafür ebenfalls Werbungs­kosten und Verluste abrechnen, bis zur Klärung offenlassen.

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