Bafög gibts nur für eine Berufs­ausbildung. Wer sich anschließend für einen anderen Beruf ausbilden lassen will, wird nicht mehr gefördert. Das gilt auch für eine im Ausland absol­vierte Berufs­ausbildung – aber nur, wenn sie in Deutsch­land anerkannt wird oder wenn der Student die Wahl hatte, sich auch in Deutsch­land ausbilden zu lassen. So hat das Ober­verwaltungs­gericht Saar­louis entschieden (Az. 2 A 295/18). Geklagt hatte ein inzwischen 34-jähriger Mann aus der Ukraine, der dort Deutsch und Eng­lisch studiert hatte und als Lehrer arbeiten durfte. Er heiratete später eine Deutsche und zog ins Saar­land. Dort erkannten die Behörden seine Lehrer­ausbildung nicht an. Er wollte deshalb eine neue Ausbildung beginnen. Das Bafög-Amt lehnte ab: Der Studien­abschluss in der Ukraine entspreche hier einem Bachelor. Das ist zu formal gesehen, urteilten die Ober­verwaltungs­richter. Entscheidend sei, dass der Mann in Deutsch­land trotz seines Diploms aus der Ukraine nicht als Lehrer arbeiten dürfe.

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