Ausbildung und Studium Special

Eltern erhalten auch für verheiratete Studenten Kinder­geld. Seit 2012 spielt das eigene Einkommen voll­jähriger Kinder keine Rolle mehr für die Frage, ob ihre Eltern Kinder­geld erhalten. Trotzdem musste erst der Bundes­finanzhof klar­stellen, dass nicht nur die Einkünfte des Kin­des, sondern auch die des Ehepart­ners für den Anspruch auf Kin­der­geld unerheblich sind. Die Experten von Finanztest erklären, wie Fa­mi­lien auch rück­wirkend vom Urteil profitieren und erklären grund­legend, wann Eltern erwachsener Kinder Kinder­geld­ansprüche haben.

Der Einstieg in den Finanztest-Artikel

„Für die junge Familie Djinou aus Aachen kam die erfreuliche Nach­richt kurz vor Deliahs Nieder­kunft. Die Familien­kasse teilte Deliahs Mutter mit, dass sie doch weiter Kinder­geld für Deliah erhalte und dass das Geld auch rück­wirkend für zehn Monate gezahlt werde. Voran­gegangen war ein fast einjähriger Streit mit der Behörde. Da die 24-jährige Deliah studierte, bekam ihre Mutter problemlos Kinder­geld. Doch als die Studentin ihren Freund Achille heiratete, stoppte die Familien­kasse die Zahlung sofort. Denn nach der Heirat, so die Begründung der Familien­kasse, müsse ihr Ehepartner Achille für den Unterhalt der Studentin aufkommen. Ihre Eltern seien nicht mehr in der Verantwortung und erhielten daher auch kein Kinder­geld mehr.

Aber diese Begründung sticht nicht mehr. Denn seit 2012 spielt das eigene Einkommen voll­jähriger Kinder gar keine Rolle für die Frage, ob ihre Eltern Kinder­geld erhalten. Trotzdem musste erst der Bundes­finanzhof ein Macht­wort sprechen. Er hat klar­gestellt, dass nicht nur die Einkünfte des Kindes, sondern auch die des Ehepart­ners für den Anspruch auf Kinder­geld unerheblich sind.(...)“

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