Die Voraus­setzungen für Ausbilder

Ausbilder müssen fachlich und persönlich geeignet sein. So fordert es das Berufsbildungsgesetz. Wer die Prüfung nach AEVO (Ausbild­ereignungs­ver­ordnung) bestanden hat, ist also nicht auto­matisch ausbildungs­berechtigt.

Fachliche Eignung

Die fachliche Eignung setzt sich zusammen aus der beruflichen Eignung sowie der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung:

  • Berufliche Eignung. Beruflich geeignet sind Personen, die ausreichend berufliche Fertigkeiten, Kennt­nisse und Fähig­keiten besitzen, um die Ausbildungs­inhalte zu vermitteln. Als Nach­weis gilt ein Berufs­abschluss oder mehr­jährige Berufs­erfahrung im vorgesehenen Ausbildungs­beruf.
  • Berufs- und arbeitspädagogische Eignung (Ausbilder­schein): Die pädagogische Eignung weisen Ausbilder mit der bestandenen Prüfung nach der Ausbild­ereignungs­ver­ordnung oder durch die Meister­prüfung nach.

Persönliche Eignung

Die persönliche Eignung wird grund­sätzlich unterstellt. Das Berufsbildungsgesetz definiert lediglich einzelne Ausschluss­merkmale. Die persönliche Eignung kann aberkannt werden, wenn persönliche Mängel erkenn­bar sind. Die liegen zum Beispiel vor, wenn ein Ausbilder rechts­radikales Gedanken­gut verbreitet.

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