Ausbildung Meldung

Der Nachwuchs ist da. Eltern und Großeltern wollen für seine Zukunft vorsogen.  Doch welche Sparform ist die beste?

Ein Finanzpolster für den neuen Erdenbürger – da denken viele spontan an eine Ausbil­dungs­versi­che­rung. Sie ist bequem: Der Vertreter kommt ins Haus, Unterschrift reicht, schon wird das Geld abgebucht. Und das Sparziel ist gesichert: Auch wenn der Sparer stirbt, bekommt das Kind Geld. Alles bestens?

Keineswegs: Es gibt bessere Sparformen, zum Beispiel Banksparpläne, Bausparen, Bundesschatzbriefe oder Fonds. Und wer für den Todesfall absichern will, schließt eine Risikolebenspolice ab.

Bei der Wahl der Sparform kommt es wie bei jeder Geldanlage auf Sicherheit, Rendite und Liquidität an. Je höher die Sicherheit, desto geringer die Rendite. Auch eine hohe Liquidität – die Möglichkeit, vorzeitig über das Geld zu verfügen oder die Raten zu ändern – wirkt als Renditebremse. Denken Sie auch an die Laufzeit: Müssen es wirklich genau 18 Jahre sein? Viele Sparpläne sind kürzer konzipiert, oft zehn Jahre. So bleiben Sparer flexibel, sich zwischendurch anders zu entscheiden.

Steuern: Zinsen sind steuerpflichtig. Meist reicht der Freibetrag von 1 421 Euro jährlich inklusive Werbungskostenpauschale (Ehepaare: 2 842 Euro). Aber wer 150 Euro monatlich zu einem Zinssatz von 4 Prozent spart, liegt schon nach 15 Jahren darüber. Da kann es sinnvoll sein, den Sparvertrag auf den Namen des Kindes abzuschließen. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung vom Finanzamt bleiben so 9 121 Euro im Jahr steuerfrei. Die Großeltern können dann aber nicht mehr an das Geld heran. Bei Aktienfonds ist ein Großteil der Erträge steuerfrei. Denn nur Dividenden, nicht Kursgewinne sind steuerpflichtig – und auch nur zur Hälfte.

Rente: Einige Versicherer bieten Rentenverträge fürs Kind. Doch ein Sparziel von 65 oder 70 Jahren ist kaum kalkulierbar: Niemand kann so weit im Voraus wissen, wie viel Zusatzrente nötig ist, wie das Renteneintrittsalter liegt und ob es den Versicherer dann überhaupt noch gibt.

Tipp: Wichtiger als das Sparen für die Ausbildung ist Vorsorge für den Fall, dass der Hauptverdiener der Familie stirbt. An erster Stelle steht daher eine Risikole­bensversicherung für die Eltern.

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