Fonds: Ein bisschen Risiko

Wer hohe Renditen will, kommt an Aktienfonds nicht vorbei. Zwar bergen die Marktschwankungen das Risiko von Verlusten. Doch die gleichen sich bei so  langer Spar­zeit meist aus. Das Risiko, nach 18 Jahren im Minus zu stehen, beträgt bei stark überdurchschnittlichen Fonds etwa 6 Prozent – bei 9,8 Prozent Renditeerwartung. Kleinsparer sollten aber zur Sicherheit nur weltweit oder europaweit anlegende Fonds wählen.

Ausstieg: Es wäre Zufall, wenn der optimale Verkaufstermin genau in 18 Jahren läge. Beobachten Sie die Börsen schon einige Jahre vorher: In guten Zeiten sollten Sie ausstei­gen und die Ge­winne bei der Bank deponieren. Oder Sie planen gleich eine Wartezeit ein: Falls die Börse nach 18 Jahren gerade in einem Tief steckt, warten Sie einfach den nächsten Aufschwung ab.

Risikoarm: Besonders Vorsichtige wählen Euro-Rentenfonds. Das sind festverzinsliche Anlagen, eine kreuzsolide Sache also. Oder de­fensive Mischfonds: Sie mischen den Rentenpapieren maximal 25 Prozent Aktien bei.

Flexibilität: Der Sparer kann jederzeit aussteigen, Raten ändern oder Einmal­zahlungen leisten. Die Mindestrate beträgt meist 50 Euro monatlich.

Kosten: Bei den meisten Fonds fallen bei jeder Einzahlung Ausgabeaufschläge an – bei Aktienfonds meist 5 Prozent, bei Rentenfonds etwa 3 Prozent. Schließen Sie deshalb den Sparvertrag bei einer Direktbank oder einem Fondsvermittler ab. Dort gibt es bis zu 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

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