Bausparen: Gute Renditen

Auch wer keine Immobilie kaufen will, kann Bausparen als Sparform nutzen. Besonders geeignet sind Renditetarife.

Zins: Zwar sind die Zinsen zunächst eher niedrig. Doch wenn der Anleger auf das Bau­spar­darlehen verzichtet, werden sie nachträglich um 1 bis 2,75 Prozent Bo­nus pro Jahr aufge­stockt. Damit schafften die Testsieger Quelle und Debeka in der letzten Finanztest-Untersuchung (12/04) bei sieben Jahren Laufzeit über 4 Prozent Jahresrendite.

Flexibel: Sparer können während der Laufzeit Sonderzahlungen leisten, mit dem Sparen aussetzen, die Raten verändern oder den Vertrag kündigen und sich das Guthaben nach einer Frist von drei bis sechs Monaten auszahlen lassen. Wer das in den ersten sieben Jahren tut, verliert aber meist den Bonus.

Förderung: Mit Prämien und Zulagen vom Staat sind bei günstigen Kas­sen über 6 Prozent Rendite drin. Das bedeutet bei monatlich 100 Euro Einzahlung nach 18 Jahren über 38 000 Euro.

Wohnungsbauprämie: Bei Raten bis 512 Euro jährlich (Ehepaare 1 024 Euro) gibt es 8,8 Prozent Prämie, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen 25 600 Euro (Ehepaare 51 200 Euro) nicht übersteigt. Brutto darf es mehr sein: So er­hält eine Familie mit zwei Kindern die Prämie noch bei 67 810 Euro Bruttolohn.

Sparzulage: Arbeitnehmer erhalten außerdem 9 Prozent Zula­ge, wenn sie vermö­genswirksame Leistungen bis 470 Euro im Jahr vom Arbeitgeber aufs Bausparkonto überweisen lassen. Grenze: 17 900 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen (Ehepaare: 35 800 Euro).

Tipps: Die Bausparsumme sollte beim Renditesparen nur rund beim Zehnfachen der Jahressparrate liegen – auch wenn die Bausparkasse anders berät. Für Wohnungsbauprämie und Sparzulage muss der Vertrag auf den Namen des Sparers lauten.

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