Ausbildung Kinder­geld trotz Über­brückungs­zeit?

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Ausbildung - Kinder­geld trotz Über­brückungs­zeit?
Folgen erster und zweiter Ausbildungs­abschnitt unmittel­bar aufeinander, gibt es noch Kinder­geld. © Westend61

Der Bundes­finanzhof muss in mehreren Fällen prüfen, ob noch eine Erst­ausbildung vorliegt, wenn zwischen den Ausbildungs­abschnitten mehrere Monate liegen (Az. unter anderem III R 12/18, III R 18/18, III R 19/18). Eltern haben für Kinder unter 25 Jahren Anspruch auf Kinder­geld, bis diese ihre erste Berufs­ausbildung abge­schlossen haben. Das gilt auch, wenn das Kind mehrere aufeinander aufbauende Ausbildungs­abschnitte absol­viert, um das angestrebte Berufs­ziel zu erreichen.

Oft liegen aber einige Monate zwischen dem ersten und zweiten, darauf aufbauenden Ausbildungs­abschnitt, etwa weil das weiterführende Bildungs­programm nur zu bestimmten Zeit­punkten im Jahr beginnt. Arbeitet das Kind in der Zwischen­zeit oder auch ausbildungs­begleitend mehr als 20 Stunden in der Woche, kann die Familien­kasse das Kinder­geld unter Umständen verwehren.

Nun muss der Bundes­finanzhof entscheiden, bei welchen Über­brückungs­zeiten und Berufs­tätig­keiten noch eine begüns­tigte Erst­ausbildung vorliegt.

Eltern, denen Kinder­geld versagt wurde, können mit Verweis auf das entsprechende Aktenzeichen Einspruch einlegen, bis der Bundes­finanzhof Klarheit geschaffen hat.

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