Was tun ohne Glühbirne?

Die klassische Glühbirne verschwindet bis 2012 komplett aus dem Handel. An möglichen Alternativen mangelt es nicht. Dennoch ist vieles unklar. test.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Welche Lampen eignen sich als Ersatz?

Aus für die Glühlampe Meldung

Energiesparlampen. In Form stabförmiger Leucht­stoffröhren oder kleinerer Kompakt­leucht­stoff­lampen (Foto). Für alle Bereiche gibt es geeignete Modelle: Fürs Treppenhaus mit kurzer Startzeit. Für den Außenbereich solche, die auch bei Minusgraden viel Licht liefern. Und fürs Büro Tageslichtlampen mit guter Farbwiedergabe. Test Energiesparlampen.

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Halogenglühlampen. Für den Wohnbereich gibt es drei Formen: mit Schraub­sockel (Foto) als Ersatz für Standard-Glüh­lampen, mit Steck­sockel als Lampe für Nieder­volt­systeme mit 12 Volt aus dem Trafo sowie als Lämpchen für normale 230-Volt-Netz­spannung in Strahlern, Schreib­tisch­lampen und Decken­flutern. Aber: Nur wenige Modelle sparen Strom. Zur Grund­beleuchtung sind Energie­spar­lampen besser.
Test Halogenlampen.

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LED Lampen. Eine neue Alternative für die Raum­beleuchtung – bisher beispielsweise durch Taschen­lampen bekannt. Einige Modelle gibt es sogar mit Schraubsockel. Vorteil der LEDs: Sie erzeugen bei gleichem Stromverbrauch deutlich mehr Licht als Glühlampen. Mit den besten Energiesparlampen können sie aber noch nicht mithalten. Außerdem recht teuer.

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Halogen­metall­dampf­lampen. Sind bisher vor allem im gewerblichen Bereich verbreitet. Könnten in Zukunft aber öfter in Wohnhäusern eingesetzt werden. Vorteilhaft ist ihre Energieeffizienz: Pro Watt können selbst kleine Lampen fast 100 Lumen erstrahlen lassen. Weiterer Pluspunkt: die gute Farbwiedergabe. Nachteil: Momentan noch sehr teuer. Osram bietet die Lampen unter der Bezeichnung Powerball HCI auch mit E27-Schraubsockel an (Foto). Sie benötigen aber ein Vorschaltgerät.

Hamstern lohnt nicht

Lohnt es sich, einen Vorrat kerzenförmiger Glühlampen anzulegen - zum Beispiel für Kronleuchter?

Nein. Nur Lampen mit Mattglaskolben sind ab September nicht mehr erhältlich. Klare Kerzenlampen gibt es wegen ihrer kleinen Wattzahlen noch bis 2012. Zudem wird sich bis dahin sehr wahrscheinlich das Angebot an kerzenförmigen, strom­sparenden Alternativen deutlich verbessern.

Strom und Geld sparen

Rechnet sich der Austausch von Glühbirnen gegen andere Lampen?

Das kommt darauf an, wo und wie lange das Licht brennt. In Wandschränken, Speisekammern oder anderen Nebenräumen werden Lampen oft nur wenige Stunden im Jahr eingeschaltet. Zudem sind hier meist Lampen mit geringen Wattzahlen eingeschraubt, so dass sie die Stromrechnung kaum beeinflussen. Beispiel: Der 10-stündige Betrieb einer 40-Watt-Lampe kostet 8 Cent. Alte Glühlampen können hier bleiben bis sie durchbrennen. Anders sieht es aus, wo helle Lampen oft eingeschaltet sind. Beispiel: Wenn das Licht in einer Wohnküche im Schnitt täglich fünf Stunden lang an ist, lassen sich durch den Austausch der 100-Watt-Glühlampe gegen eine gute 21-Watt-Energiesparlampe im Lauf von fünf Jahren immerhin rund 140 Euro sparen. Generell gilt: Gute Energiesparlampen sparen bis zu 80 Prozent Strom. Die Kosten für die Anschaffung der Energiesparlampen amortisieren sich deshalb schon nach etwa einem Jahr.

Sparen Leuchtstoffröhren so viel Strom wie Energiesparlampen?

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Sie sind sogar noch effizienter - sogar inklusive des Stromverbrauchs eines (möglichst elektronischen) Vorschaltgeräts. Wegen ihrer Form geben sie mehr Licht an die Umgebung ab als kompakte Energiesparlampen.

Unterstützen die Wärmeverluste der Glühbirnen nicht die Raumheizung?

Im Sommerhalbjahr – wenn keine Heizung erforderlich ist – tragen sie eher zur Überhitzung von Gebäuden bei. Im Winter ist die Stromheizung die mit Abstand teuerste Variante, die Wohnung warm zu bekommen. Strom kostet rund dreimal so viel wie Gas und Öl. Auch Belastungen und Risiken für die Umwelt durch die Strom­produktion sind relativ hoch.

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