Augenlasern

Laser gegen Fehlsichtigkeit: Mit Stahl und Strahl

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Es gibt mehrere Laserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit.

Lasik (Laser in situ Keratomileusis)

Mit einer automatisch gesteuerten feinen Klinge (Mikrokeratom) wird ein dünnes Scheibchen der Hornhaut (etwa 1/10 Millimeter) ange­schnitten und zur Seite geklappt. Ein Excimer-Laser fräst das Innere der Hornhaut auf einer Fläche von etwa 7 Millimeter im Durchmesser ab. Nach Abschluss der Laserbehandlung wird das Hornhautscheibchen wieder zurückgelegt.

Wissenschaftlich anerkannt zur Behandlung von Kurzsichtigkeit bis –8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien, Hornhautverkrümmungen bis +3 Dioptrien. Für dieses Verfahren muss die Hornhaut in der Mitte mindestens 0,5 Millimeter dick sein.

Femto-Lasik

Statt mit einer Klinge wird die Hornhaut berührungsfrei mit einem Femtosekunden-Laser durchtrennt. Weitere Behandlung und Behandlungsspektrum wie bei der Lasik, allerdings gibt es noch keine Langzeitstudien.

PRK (Photorefraktive Keratektomie)

Oberflächenbehandlung der Hornhaut: Die oberste Zellschicht der Hornhaut (Epithel) wird mit einem feinen Spatel oder einer Bürste entfernt. Mit einem Excimer-Laser wird das Zentrum der Hornhaut auf einer Fläche von etwa 7 Millimeter Durchmesser abgeschliffen. Die Epithelzellen bilden sich innerhalb weniger Tage neu und schließen die oberflächliche Wunde. Bis zu diesem Zeitpunkt treten meist starke Schmerzen auf.

Wissenschaftlich anerkannt zur Behandlung von Kurzsichtigkeit bis –6 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien, Hornhautverkrümmungen bis +3 Dioptrien.

Lasek (Laser Epithelial Keratomileusis)

Oberflächenbehandlung der Hornhaut: Die oberste Zellschicht der Hornhaut (Epithel) wird nicht entfernt, sondern nur vorhangartig zur Seite geschoben. Dann wird die Hornhaut wie bei der PRK gelasert. Abschließend wird die Epithelschicht zu­rückgeschoben und die Wunde mit einer weichen Kontaktlinse geschützt. Eventuell geringere Narbenbildung als bei der PRK. Behandlungsspektrum wie bei der PRK, allerdings gibt es noch keine Langzeitstudien.

Epi-Lasik

Oberflächenbehandlung der Hornhaut (Epithel): Ihre oberste Zellschicht wird mit einer Klinge abgeschert und zur Seite geklappt, danach die Hornhautmitte wie bei PRK oder Lasik von oben abgetra­gen. Abschließend wird das Epithel zurückgeklappt und die Wunde mit einer weichen Kontaktlinse geschützt. Geringere Schmerzen als bei der PRK. Behandlungsspektrum wie beider PRK, aber noch keine Langzeitstudien.

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djjondoe am 27.07.2021 um 08:55 Uhr
Bin gerade mittendrin (Tag 7 nach OP)

Habe letze Woche Montag eine Smile Relex Augenlaser-OP durchführen lassen und bin bis jetzt überhaupt nicht zufrieden.
Ich schreibe gerade eine Art Tagebuch-Blog darüber. (Keine Werbung, kein Influencer-Mist, sondern die nackte Wahrheit)
Bis jetzt würde ich noch jedem stark vor solch einem Eingriff abraten.
Ich hoffe es spricht nichts dagegen einen Link hier zu posten für alle Interessierten:
http://relexsmileop.einfachich.com

vivienkeinlasik am 20.10.2013 um 12:33 Uhr
MACHT KEINEN FEHLER!!!

Auch ich habe mich 2008 lasern lassen.
Ich habe bis heute nur Probleme mit den Augen, habe auch nach meiner Relasik angefangen wieder eine Brille zu tragen. Die Sicht
ist allerdings selten befriedigend
Bei einem reinem Sehtest unter Laborbedingungen
kann ich auch ohne Brille Zahlen erkennen ( habe links -0,5 und rechts + 0,75 . Doch wird der grösste Faktor, der Lichteinfluss
und die damit stark verändernde Sehqualität nach Lasik enorm
verharmlost! Draußen bei gutem Wetter an sich gute Sicht, aber
wiederum sehr häufig mit Blendung und Verblassen des Bildes zu
kämpfen, aber draußen noch am angenehmsten. Nur hält sich der Mensch überwiegend in Räumen auf, sei es im Büro oder im Fitnessstudio, ständig lichtabhängige schwankende Sicht. Es
wirkt künstlich.
Viele Kommentare im Netz sind gefaked, auch ganze Foren kommerziel (z.b. operationauge.de), man kann mit denen ein Werbevertrag eingehen.
Keiner der operierenden Ärzte ist selbst gelasert! Bis auf angeblich einen in Süddeutsch

Sebastian1978 am 05.07.2013 um 13:24 Uhr
Augenlasern im Ausland

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Ich habe mir meine Augen damals auch in Istanbul lasern lassen. Dort war ich zwar bei blumeditravel (Augenlaser-tuerkei) in Behandlung und kann nicht wirklich was zu den Umständen bei Eye Star sagen. Doch ich denke mal die arbeiten alle relativ ähnlich. Ich stand vor meiner OP auch mit mehreren Kliniken in Istanbul in Kontak und hatte zumindest bei denen die es angegeben haben auch immer einen deutschsprachigen Gesprächspartner. Die Klinik bei der ich war hat mir auch angeboten eine kostenlose Voruntersuchung in Ihrer Klinik in Rotterdamm durchführen zu lassen und zur evtl. OP dann erst nach Istanbul zu kommen. Alternativ hätte ich meine Augen auch bei jedem anderen Augenarzt testen lassen können und denen die Ergebnisse zukommen lassen können. Gleiches gilt übrigens für die Nachuntersuchungen. Und ihr Arzt Dr. Bas operiert wohl sowhl in Istanbul als auch in Rotterdam. Scheint also auch kein Hinterhof Metger zu sein.

anja.mueller.de am 07.10.2012 um 23:23 Uhr
Mein Besuch in Eye Star Istanbul

Das alles stimmt nicht.Ich war im Sommer 2011 in Eye Star in Istanbul.Vor dem Termin war ständig mit dem Klinikum in Kontakt via mail und jedes Brief wurde prompt AUF DEUTSCH beantwortet. Sie haben mir Hotel reserviert. Man wird abgeholt von Mitarbeiter der Klinik, egal ob am Bus Bahnhof oder am Flughafen. Ich wurde von einem deutschsprachigen Mitarbeiter abgeholt. Am nächsten Tag war die Untersuchung und der Arzt hat festgestellt dass ich für eine Laser OP ungeeignet bin, da ich 1.trockene Augen, 2. Keratokonus, 3.zu große Pupillen und 4. zu dünne Hornhaut habe. Dafür habe ich eine auf Deutsch geschriebene Bestätigung bekommen. An diesen Tag waren wir 7 Patienten, von welchen ich und ein Mann aus der Schweiz für 'ne OP abgelehnt wurden. Ich habe nur die Untersuchung bezahlt, die kostete 200 Euro, wie hier in DE auch. Alle waren sehr nett und hilfsbereit. Mein Respekt für die Ehrlichkeit und Professionalität dieser Menschen!!!