Augenarzt und Optiker Meldung

Augenärzte dürfen nur aus besonderen Gründen mit bestimmten Optikern zusammenarbeiten, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH). Damit gab er der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbe­werbs Recht, die einen Augenarzt aus dem Raum Hannover verklagt hatte. Er bot in der Praxis Brillenfassungen eines Optikers aus dem Raum Düsseldorf an. Die Patienten konnten eine aussuchen, bekamen die Brille zum An­pas­sen in die Praxis oder nachhause geliefert. Laut BGH-Urteil darf ein Arzt seine Patienten nach der maßgeblichen Berufsordnung nur an einen bestimmten Optiker oder eine Apotheke verweisen, wenn dazu ein „hinreichender Grund“ vorliegt, Bequemlichkeit gehöre nicht dazu. Die Behauptung des Arztes, er wolle sicherstellen, dass die Brillenverordnung umgesetzt wer­de und der Optiker nicht selbst die Sehschärfe ermittle, überzeugte den BGH nicht. Das Oberlandesgericht Celle muss den Fall erneut prüfen (BGH, Az. I ZR 13/07).

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