Bei Unfällen mit motorisierten Fahr­zeugen leistet die Privathaft­pflicht­versicherung (PHV) eigentlich nicht. Hat jedoch ein Versicherter seine Aufsichts­pflicht verletzt, zahlt sie möglicher­weise doch. So im Fall eines Quad­besitzers und seiner Freundin (Ober­landes­gericht Brandenburg Az. 11 U 28/14). Der Mann ließ ihren 12-jährigen Neffen auf dem Gelände seiner Tauch­schule unbe­aufsichtigt auf dem Quad fahren. Der nahm seine acht­jährige Schwester mit. Das Quad über­schlug sich, das Mädchen war quer­schnitts­gelähmt, starb sechs Jahre später. Die PHV zahlt –für die versicherte Tante, die ihre Aufsichts­pflicht verletzte.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.