Aufsichts­pflicht Meldung

Spiel­platz. Kleine Kinder sind eine Dauer­aufgabe für ihre Begleiter.

Wer ein zwei­einhalb­jähriges Kind beaufsichtigt, muss ununterbrochen bei ihm bleiben. Das Ober­landes­gericht Koblenz erklärte das einer Frau, die mit den Spröss­lingen einer Freundin auf den Spiel­platz gegangen war. In einem unbe­obachteten Moment war ihr die Zwei­einhalb­jährige entwischt und zwischen den parkenden Autos auf die Straße gerannt. Für die Folgen des so entstandenen Verkehrs­unfalls muss die Frau haften: Sie habe ihre Aufsichts­pflicht verletzt, so das Gericht. Ein derartig kleines Kind hätte sie nicht aus den Augen lassen dürfen – vor allem, weil der Spiel­platz nicht umzäunt war. Die Frau trägt nun drei Viertel des Schadens.

Die Versicherung der Auto­fahrerin muss ein Viertel über­nehmen. Grund: Jedes Auto birgt eine Betriebs­gefahr. Die habe sich auf klassische Art verwirk­licht, als ein zwischen den geparkten Pkw verstecktes Mädchen plötzlich auf die Fahr­bahn lief (Az. 12 U 83/15).

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