Aufnahme ins Gymnasium Meldung

Eine Quote für Jungs an Berliner Gymnasien verstößt gegen das Gleich­heits­gebot der Verfassung.

Öffent­liche Schulen in Berlin dürfen keine Geschlechterquote fest­legen. Weil es mehr Bewerber als freie Plätze gab, wählte ein Gymnasium diejenigen mit den besten schu­lischen Leistungen aus. Das waren – wegen der besseren Noten – über­wiegend Mädchen. Dagegen wehrte sich ein Junge – erfolg­los.

Deutliches Miss­verhältnis zwischen Mädchen und Jungen

Er pochte auf eine Rechts­ver­ordnung über die Aufnahme in Schulen. Sie sah vor, dass bei einem deutlichen Miss­verhältnis zwischen Mädchen und Jungen mindestens ein Drittel der Plätze für das schwächer vertretene Geschlecht zur Verfügung stehen muss. So solle ein gemein­samer Unter­richt von Jungen und Mädchen sicher­gestellt werden.

Geschlechterquote ist verfassungs­widrig

Diese Geschlechterquote ist verfassungs­widrig, urteilte das Ober­verwaltungs­gericht Berlin-Brandenburg. Sie verstößt gegen den Gleich­heits­grund­satz. Außerdem verletzt sie das Verbot, Menschen wegen ihres Geschlechts zu bevor­zugen (Az. 3 S 74.17).

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