Ärzte müssen ihre Patienten auch auf Risiken hinweisen, die statistisch nur in einem von 1 000 Fällen auftreten. Das gilt insbe­sondere, wenn sich eine junge Frau mit Kinderwunsch einer Operation unterziehen muss, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Bei der Klägerin kam es nach einer Gewebe­entnahme und Ausschabung der Gebärmutter zu Narbenbildungen und zum Verschluss der Gebärmutter. Das Gericht sprach ihr 40 000 Euro Schmerzensgeld zu. Gleichzeitig haften Klinik und Operateur für alle Schäden, die ihr infolge des Eingriffs entstanden sind und noch entstehen werden (OLG Köln, Az. 5 U 180/05, noch nicht rechtskräftig).

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