Auffahr­unfall Wer geblendet wird, muss bremsen

23.05.2018
Auffahr­unfall - Wer geblendet wird, muss bremsen
Zu hell. Bei Gegen­licht steigt die Unfall­gefahr. © Fotolia / Fotoschlick

Wer am Steuer geblendet wird, muss sofort bremsen und notfalls sogar anhalten. Darauf zu vertrauen, dass die Straße frei ist und kein plötzliches Hindernis auftaucht, ist nicht erlaubt. Das Amts­gericht Dort­mund gab einem Auto­fahrer deshalb die volle Schuld an einem Auffahr­unfall. Er war auf der Schützen­straße in Dort­mund von den Scheinwerfern eines am Straßenrand stehenden Autos geblendet worden und auf einen Kia geprallt, der an der Kreuzung wartete.

Der Mann gab vor dem Amts­gericht an, er habe das helle Licht zwar schon von Weitem gesehen, sei aber erst unmittel­bar vor dem Unfall so stark davon geblendet worden, dass er das wartende Fahr­zeug nicht habe wahr­nehmen können. Dass er nicht gebremst hatte, wertete das Amts­gericht als fahr­lässig. Auto­fahrer dürfen nicht ohne Sicht ins Blaue hinein fahren in der Hoff­nung, es werde schon nichts passieren (Az. 729 OWI-250 JS 147/17).

23.05.2018
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