Zu hell. Bei Gegen­licht steigt die Unfall­gefahr.

Wer am Steuer geblendet wird, muss sofort bremsen und notfalls sogar anhalten. Darauf zu vertrauen, dass die Straße frei ist und kein plötzliches Hindernis auftaucht, ist nicht erlaubt. Das Amts­gericht Dort­mund gab einem Auto­fahrer deshalb die volle Schuld an einem Auffahr­unfall. Er war auf der Schützen­straße in Dort­mund von den Scheinwerfern eines am Straßenrand stehenden Autos geblendet worden und auf einen Kia geprallt, der an der Kreuzung wartete.

Der Mann gab vor dem Amts­gericht an, er habe das helle Licht zwar schon von Weitem gesehen, sei aber erst unmittel­bar vor dem Unfall so stark davon geblendet worden, dass er das wartende Fahr­zeug nicht habe wahr­nehmen können. Dass er nicht gebremst hatte, wertete das Amts­gericht als fahr­lässig. Auto­fahrer dürfen nicht ohne Sicht ins Blaue hinein fahren in der Hoff­nung, es werde schon nichts passieren (Az. 729 OWI-250 JS 147/17).

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