Auf einen Blick: ETF Special

Jeder kennt den deutschen Aktienindex Dax, viele haben ihn im Depot. Aber viele wissen nicht genau, wie ein Indexfonds einen Index abbildet. Finanztest erklärt Begriffe und Zusammenhänge aus der Welt der Finanzmärkte.

Was ist von außen einfach und innen kompliziert? Antwort: ETF, börsengehandelte Indexfonds. ETF bilden einen Index ab, zum Beispiel den Dax. Anleger können darauf bauen, dass ihre Geldanlage mit dem Index steigt und fällt.

Um den Index abzubilden, können die Fonds die Wertpapiere kaufen, die im Index gelistet sind. Das machen „physisch replizierende“ Fonds. Andere ETF bilden den Index künstlich nach, synthetisch. Sie verwenden Swaps. Swaps sind Tauschgeschäfte zwischen der Fondsgesellschaft und einer Bank. Unsere Übersicht stellt drei verschiedene ETF vor. Einen physisch replizierenden Fonds und zwei mit Swaps. Die drei Buchstaben ETF stehen übrigens für exchange traded funds.

Physisch replizierende Fonds sind auf den ersten Blick gut verständlich und scheinbar weniger riskant. Ein genauer Blick zeigt aber, dass mehr dahintersteckt. Die Fonds kaufen zwar die „richtigen“ Wertpapiere, im Fonds liegen sie aber trotzdem nicht zwingend. Die Fonds verleihen die Wertpapiere, um Zusatzerträge zu erwirtschaften und gehen damit ein zusätzliches Risiko ein. Fonds, die Swap-Geschäfte betreiben, kaufen teilweise andere als die Indextitel oder gar keine Wertpapiere mehr.

Eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Macharten der ETF finden Sie im Internet unter www.test.de/etf.

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