Digitale Audio­rekorder ermöglichen mit wenig Aufwand tolle Tonaufnahmen. Wir haben sieben Geräte ab 145 Euro geprüft.

Hobby­musiker zeichnen ihre Proben mit digitalen Audio­rekordern auf, Eltern das Schul­konzert ihrer Kinder. Hobby­filmer setzen die hand­lichen Geräte ein, um einen guten Ton zu ihren Bildern zu bekommen. Manche Sehbehinderte nutzen sie als „akustischen Foto­apparat“. Auch Profis benutzen Audio­rekorder, Radio­journalisten zum Beispiel. Kein Wunder, die Klangqualität der Aufnahmen ist erstaunlich gut, bei einigen sogar ausgezeichnet. Das ergab der Test von sieben Audio­rekordern in der verkaufs­stärksten Preisklasse zwischen etwa 150 und 200 Euro.

Tipp: Die wesentlichen Ergeb­nisse finden Sie in den Kurz­porträts in alpha­betischer Reihen­folge auf den folgenden Seiten.

Auch ohne großes Technikverständnis

Funk­tionen eines Audio­rekorders

Funk­tionen eines Audio­rekorders

Die kleinen Aufnahme­geräte mit einge­bauten Mikrofonen ermöglichen es auch Laien, ohne großen Aufwand und ausgeprägtes Technikverständnis gute Tonaufnahmen zu machen. Die Rekorder sind kaum größer als ein Rasier­apparat und meist einfach zu bedienen. Gerät einschalten, Auto­matikmodus auswählen, Aufnahme­taste drücken, los gehts.

Drei Leicht­gewichte

Alle Audio­rekorder sind mit mindestens zwei Mikrofonen bestückt und erlauben so hoch­wertige Stereo­aufnahmen. Trotz einge­bauter Mikrofone und geballter Technik im Inneren wiegen manche samt Batterie sogar weniger als 100 Gramm: der Olympus, der Teac und der Yamaha.

Lange Batteriel­aufzeiten

Erfreulich ist die lange Lauf­zeit der meisten Geräte mit einem Satz Batterien. Denn was ist ärgerlicher, als wenn das Aufnahme­gerät während des Konzerts schlapp­macht? Im Test liefen der Yamaha Pocketrak W24 mit 35 Stunden und der Olympus LS-3 mit 29 Stunden am längsten. Lediglich der iKey HDR7 und der Teac VR-20 mit weniger als 5 Stunden Batteriel­aufzeit konnten in diesem Prüf­punkt nicht über­zeugen.

Olympus und Yamaha mit Speicher

Aufnehmen: Für optimale Aufnahmen heißt es zunächst, so genau wie möglich auszusteuern.

Aufnehmen: Für optimale Aufnahmen heißt es zunächst, so genau wie möglich auszusteuern.

Auch die Kapazität der verwend­baren Speicherkarten ist groß. Der „Aufnahme­leiter“ kann so problemlos mehrere Stunden in bester Qualität im unkomprimierten Wave-Format aufnehmen (siehe „test erklärt: Musik archivieren“). Die winzigen microSD-Karten einzusetzen, kann jedoch für Menschen mit großen Fingern in eine pfriemelige Angelegenheit ausarten. Roland, iKey und Zoom bestü­cken ihre Geräte mit normalen SD- oder SDHC-Karten. Olympus und Yamaha spendieren zudem einen internen Speicher mit 4 beziehungs­weise 2 Gigabyte.

Schnitt­programme teil­weise dabei

Doch oft ist es für eine schön klingende Audiodatei mit der Aufnahme noch nicht getan. Mithilfe von Schnitt­programmen lassen sich die Aufnahmen hinterher am Computer weiterbearbeiten und verbessern. Den Audio­rekordern von Olympus, Yamaha und Zoom liegen Basis­versionen von solchen Schnitt­programmen schon bei. Damit kann der Hobby-Tonmeister beispiels­weise Musik­aufnahmen ineinander über­blenden – in der gewünschten Reihen­folge – und auch das unerwünschte Rauschen mindern. Die meisten Schnitt­programme sind zunächst aber nicht ganz einfach zu bedienen und erfordern eine gewisse Einarbeitungs­zeit.

Kostenlose Software auch im Internet

Schnitt­programme gibt es auch kostenlos im Internet. Das bekann­teste Gratis-Tonbearbeitungs­programm für den Audio­schnitt ist derzeit Audacity.

Tipp: Zum Weiterver­arbeiten von Audiodateien können Sie auch gängige Video­schnitt­software wie beispiels­weise Wind­ows Movie Maker verwenden. Eine detaillierte Ausstattungs­tabelle finden Sie unter www.test.de/pdf-audiorekorder. Aber Achtung: Nicht alles, was der Nutzer mit seinem Audio­rekorder aufnehmen kann, darf er auch mitschneiden. Das Urheberrecht setzt da enge Grenzen (siehe Interview).

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