Audio­rekorder Hand­liche Tonspeicher

Audio­rekorder - Hand­liche Tonspeicher

Digitale Audio­rekorder ermöglichen mit wenig Aufwand tolle Tonaufnahmen. Wir haben sieben Geräte ab 145 Euro geprüft.

Audio­rekorder Testergebnisse für 7 Portable digitale Audio­rekorder 1/2012

Inhalt

Hobby­musiker zeichnen ihre Proben mit digitalen Audio­rekordern auf, Eltern das Schul­konzert ihrer Kinder. Hobby­filmer setzen die hand­lichen Geräte ein, um einen guten Ton zu ihren Bildern zu bekommen. Manche Sehbehinderte nutzen sie als „akustischen Foto­apparat“. Auch Profis benutzen Audio­rekorder, Radio­journalisten zum Beispiel. Kein Wunder, die Klangqualität der Aufnahmen ist erstaunlich gut, bei einigen sogar ausgezeichnet. Das ergab der Test von sieben Audio­rekordern in der verkaufs­stärksten Preisklasse zwischen etwa 150 und 200 Euro.

Tipp: Die wesentlichen Ergeb­nisse finden Sie in den Kurz­porträts in alpha­betischer Reihen­folge auf den folgenden Seiten.

Auch ohne großes Technikverständnis

Audio­rekorder - Hand­liche Tonspeicher
Funk­tionen eines Audio­rekorders

Die kleinen Aufnahme­geräte mit einge­bauten Mikrofonen ermöglichen es auch Laien, ohne großen Aufwand und ausgeprägtes Technikverständnis gute Tonaufnahmen zu machen. Die Rekorder sind kaum größer als ein Rasier­apparat und meist einfach zu bedienen. Gerät einschalten, Auto­matikmodus auswählen, Aufnahme­taste drücken, los gehts.

Drei Leicht­gewichte

Alle Audio­rekorder sind mit mindestens zwei Mikrofonen bestückt und erlauben so hoch­wertige Stereo­aufnahmen. Trotz einge­bauter Mikrofone und geballter Technik im Inneren wiegen manche samt Batterie sogar weniger als 100 Gramm: der Olympus, der Teac und der Yamaha.

Lange Batteriel­aufzeiten

Erfreulich ist die lange Lauf­zeit der meisten Geräte mit einem Satz Batterien. Denn was ist ärgerlicher, als wenn das Aufnahme­gerät während des Konzerts schlapp­macht? Im Test liefen der Yamaha Pocketrak W24 mit 35 Stunden und der Olympus LS-3 mit 29 Stunden am längsten. Lediglich der iKey HDR7 und der Teac VR-20 mit weniger als 5 Stunden Batteriel­aufzeit konnten in diesem Prüf­punkt nicht über­zeugen.

Olympus und Yamaha mit Speicher

Audio­rekorder - Hand­liche Tonspeicher
Aufnehmen: Für optimale Aufnahmen heißt es zunächst, so genau wie möglich auszusteuern.

Auch die Kapazität der verwend­baren Speicherkarten ist groß. Der „Aufnahme­leiter“ kann so problemlos mehrere Stunden in bester Qualität im unkomprimierten Wave-Format aufnehmen (siehe „test erklärt: Musik archivieren“). Die winzigen microSD-Karten einzusetzen, kann jedoch für Menschen mit großen Fingern in eine pfriemelige Angelegenheit ausarten. Roland, iKey und Zoom bestü­cken ihre Geräte mit normalen SD- oder SDHC-Karten. Olympus und Yamaha spendieren zudem einen internen Speicher mit 4 beziehungs­weise 2 Gigabyte.

Audio­rekorder Testergebnisse für 7 Portable digitale Audio­rekorder 1/2012

Schnitt­programme teil­weise dabei

Audio­rekorder - Hand­liche Tonspeicher

Doch oft ist es für eine schön klingende Audiodatei mit der Aufnahme noch nicht getan. Mithilfe von Schnitt­programmen lassen sich die Aufnahmen hinterher am Computer weiterbearbeiten und verbessern. Den Audio­rekordern von Olympus, Yamaha und Zoom liegen Basis­versionen von solchen Schnitt­programmen schon bei. Damit kann der Hobby-Tonmeister beispiels­weise Musik­aufnahmen ineinander über­blenden – in der gewünschten Reihen­folge – und auch das unerwünschte Rauschen mindern. Die meisten Schnitt­programme sind zunächst aber nicht ganz einfach zu bedienen und erfordern eine gewisse Einarbeitungs­zeit.

Kostenlose Software auch im Internet

Schnitt­programme gibt es auch kostenlos im Internet. Das bekann­teste Gratis-Tonbearbeitungs­programm für den Audio­schnitt ist derzeit Audacity.

Tipp: Zum Weiterver­arbeiten von Audiodateien können Sie auch gängige Video­schnitt­software wie beispiels­weise Wind­ows Movie Maker verwenden. Eine detaillierte Ausstattungs­tabelle finden Sie unter www.test.de/pdf-audiorekorder. Aber Achtung: Nicht alles, was der Nutzer mit seinem Audio­rekorder aufnehmen kann, darf er auch mitschneiden. Das Urheberrecht setzt da enge Grenzen (siehe Interview).

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6 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

RecorderZahn am 19.06.2016 um 17:22 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: wegen Schleichwerbung gelöscht

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.02.2012 um 12:38 Uhr
Ausstattungstabelle

@inadi: Als Heft-Käufer oder Abonnent müssen Sie natürlich nicht für die ausführliche Ausstattungstabelle extra zahlen: Im letzten Absatz des Heft-Artikels finden Sie eine Kurz-URL, unter der Sie die Tabelle kostenfrei als pdf abrufen können.

inadi am 19.02.2012 um 16:28 Uhr
test audiorekorder in test 1/12

Liebe Testredaktion,
Ihre Erklärung zu der fehlenden Ausstattungstabelle ist für treue Abonnenten nachgerade eine Ohrfeige.
Wieso?
Es gibt sie ja, die Tabelle, auch wenn es ein Schnelltest war. Aber, lieber Leser, wenn du vergleichen möchtest, dann bezahl doch mal eben weitere 2,50€ - und als kleine Nachhilfe: das sind gut 55% des Heftpreises.
Von Warentest habe ich solche Beutelschneiderei nicht erwartet.
Mit trotzdem freundlichen Grüßen
I. Dickmann

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.01.2012 um 17:34 Uhr
Tabelle Audiorekorder

@ Alle: Vielen Dank für Ihre Kritik zu den Audiorekordern. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um einen Schnelltest, bei dem wir erstmals auch mehrere gleichartige Geräte mit einbezogen haben. Wie beim Schnelltest üblich arbeiten wir bei dieser Testform vor allem Stärken und Schwächen der Produkte heraus, der reduzierte Prüfumfang erlaubt es aber nicht, die ermittelten Ergebnisse in Notenform in eine Tabelle zu fassen. Nur so ist es uns möglich schnell auf Anregungen zu aktuellen oder kurzfristig interessanten Produkten zu reagieren. Der Online-Abruf des Tests enthält eine Ausstattungstabelle mit deutlich mehr Einzelheiten. Noch ein Tipp: Für den optimalen Überblick nutzen Sie hier am besten die Vergleichsfunktion der Tabelle.

rdbaier am 03.01.2012 um 12:02 Uhr
Test Audiorekorder in Test 1/12

Ungläubig habe ich vor- und zurückgeblättert, aber sie war tatsächlich nicht da: die tabellarische Übersicht der Testergebnisse. Die Bewertungen in ein paar Sätzen zu jedem Gerät sind so dürftig, dass ein wirklicher Vergleich der Geräte nicht möglich ist. Schade um den Aufwand, den Sie doch betrieben haben s. "So haben wir getestet", wenn die Ergebnisse nicht detaillierter den Lesern zur Verfügung gestellt werden. Die Ergebnisse für guten oder weniger guten Klang werden überhaupt nicht erläutert (Rauschen, Frequenzgang ?). Offen bleiben auch die Ausstattungsmerkmale der Geräte (variable Wiedergabegeschwindigkeit, Equalizer u.ä.).