Asthma-Therapien und Schulung für Kinder: Fit trotz Atemnot

Sport treiben: Wie und wann am besten?

Wichtige Kriterien:

Kinder und Jugendliche mit Asthma sollen sich nicht „schonen“, sondern möglichst über den Schulsport hinaus mit Freunden zusammen Sport treiben – das erhöht ihre körperliche Belastbarkeit und ihre Lebensfreude.

• Das Kind hat Spaß an der Sache - erst danach kommt der positive gesundheitliche Aspekt.

• Der Wettkampfgedanke darf nicht im Vordergrund stehen - zuerst geht es um Erfolgserlebnisse, das Erlernen von Sportarten, Freude an Bewegung und um Erlebnisse in der Gemeinschaft. Dennoch, es gibt auch Beispiele für erfolgreiche Sportler mit Asthma: Mark Spitz (Olympiasieger Schwimmen), Jackie Joyner-Kersee (Leichtathletik), Denise Biellmann (Eiskunstlauf), Christian Keller (Europameister Schwimmen).

• Manche Kinder haben Angst vor der erwarteten Belastung - ohne Druck ermutigen und langsam heranführen.

• Wechsel von Pause und Bewegung sind wichtig.

• Alles in Ruhe angehen lassen - langsam aufwärmen und nachher entspannen.

• Inhalieren auf keinen Fall vergessen - vor, nach Bedarf auch während und nach dem Ende der sportlichen Tätigkeit.

• Das Kind ist medikamentös "gut eingestellt". Solange die Therapie mit Arzneimitteln noch getestet wird, mit dem Sport besser noch warten.

Besonders empfehlenswert sind in der Regel

• Gymnastik, Turnen, Tanzen,

• Inline-Skating, Schlittschuhlaufen, Radfahren,

• Schwimmen.

Zusammen mit speziell geschulten Trainern können auch Ausdauersportarten betrieben werden wie zum Beispiel

• Fußballspielen, Joggen, Skilanglauf,

• Rudern, Kanufahren.

Tipp: Beim nächstgelegenen Büro des Landessportbundes anrufen: In vielen Orten gibt es bereits speziell geschulte Asthmasporttrainer.

Hinweis, besonders für Ärzte: Die Deutsche Atemwegsliga veröffentlicht demnächst eine Übersicht, welche Sportarten für Asthmatiker - je nach Schwere der Erkrankung ­ besonders empfehlenswert sind.

Mit Sicherheit gut betreut werden sie derzeit in den rund 400 Lungensportgruppen: Informationen beim behandelnden Arzt.

Hinweise auf Asthma-Sportgruppen bei der AAK / Arbeitsgemeinschaft allergiekrankes Kind.

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