Astbruch Meldung

Spaziergänger können kein Schmerzens­geld vom Besitzer eines Waldes verlangen, wenn ein herab­fallender Ast sie schwer verletzt. Der Bundes­gerichts­hof hat die Klage einer Frau abge­wiesen, die vom Ast einer Eiche getroffen worden war und eine schwere Hirn­schädigung erlitten hatte. Nach dem Bundes­wald­gesetz haftet dafür niemand, weil sich Spaziergänger auf eigene Gefahr im Wald aufhalten (Az. VI ZR 311/11).

Besitzer von Grund­stücken, die nicht als Wald gelten, sind dagegen verpflichtet, ihre Bäume regel­mäßig zu über­prüfen. Sie müssen dafür einstehen, wenn Autos, Nach­bargebäude oder Passanten zu Schaden kommen. Deshalb sollten sie unbe­dingt eine Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­versicherung abschließen.

Tipp: Unseren jüngsten Test vom Februar 2012 finden Sie im Internet unter www.test.de/hausbesitzerhaftpflicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 12 Nutzer finden das hilfreich.