Ärzte nutzen ihre Praxen offenbar nicht nur als Ort der Diagnose und Behandlung von Patienten, sondern oft auch als Verkaufsstätte für Nahrungsergänzungsmittel, Diätprodukte oder Trinkwasserfilter. Das berichtet die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Einem Arzt ist es nicht grundsätzlich verboten, solche Produkte gewerblich zu vertreiben. Für die Dauer der Praxissprechzeiten ist es jedoch nicht erlaubt, gewerbliche Interessen mit der Arzttätigkeit zu verbinden. Beides muss voneinander getrennt werden. Ärzte dürfen Musterarzneimittel, die Bestandteil der Therapie sind, nur verschenken. Das Vertrauen darf nicht zur Verkaufsförderung von Produkten „missbraucht“ werden, die der Patient nicht im Zusammenhang mit einer Therapie benötigt.

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