Wer Krankenbehandlungen oder Operationen aus der eigenen Tasche übernimmt, sollte darauf bestehen, dass die Vergütung erst nach Erbringen der Dienstleistung in Rechnung gestellt und bezahlt wird. Der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg liegen Beschwerden von Patientinnen vor, die von Schönheitschirurgen vor der Operation zur Kasse gebeten wurden. Entweder kassierten die Ärzte den gesamten Betrag im Voraus oder forderten zunächst „nur“ die Hälfte. Die zweite Hälfte wurde unmittelbar vor dem Eingriff fällig.

Nach Ansicht von Dr. Julia Nill von der Verbraucherzentrale schränken Patienten bei Vorkasse die Durchsetzbarkeit möglicher Rechtsansprüche unnötig ein:„Ist eine Leistung nicht oder nicht korrekt erbracht worden, können Patienten ihr Zurückbehaltungsrecht nicht mehr ausüben. Wir empfehlen, auf einer Rechnung zu bestehen, die nach Erbringen der medizinischen Leistung bezahlt wird.“

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