Pharmafirmen nehmen erheblichen Einfluss auf das Verschreibungsverhalten von Ärzten. US-Wissenschaftler werteten Untersuchungen der letzten 18 Jahre zu Beziehungen zwischen pharmazeutischer Industrie und Ärzten aus: Danach knüpfen Pharmafirmen bereits mit Medizinstudenten die ersten Kontakte. Später sind wöchentliche Treffen mit Pharmavertretern die Regel. Die Unternehmen laden zu Tagungsreisen und Essen ein, zahlen Honorare und Forschungsgelder. In Folge verordnen Ärzte schneller, häufiger und bevorzugt Medikamente jener Firmen. Dabei sind gleichwertige, preiswertere Mittel vorhanden. Kaum ein Arzt ist in der Lage, so die Studie, falsche Herstellerangaben zu Arzneimitteln zu erkennen. Die Wissenschaftler fordern, Ärzte über Marketingstrategien der Pharmafirmen aufzuklären.

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