Arzneiverordnung Meldung

Rund 1,2 Millionen Tablettenabhängige leben in der Bundesrepublik, davon ist der Großteil älter als 60 Jahre, davon zwei Drittel Frauen. Den Grund dafür hat jetzt Professor Gerd Glaeske in einer Studie für die Gmünder Ersatzkasse (GEK) offen gelegt: Frauen ab 45 erhalten danach deutlich öfter als Männer Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Antidepressiva. Häufig griffen Ärzte zu "Verlegenheitsverordnungen".

Auch in der Diagnostik sind Frauen schlechter dran: Die typisch weiblichen Symptome eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts werden selten erkannt. Somit sinken einerseits die Überlebenschancen, andererseits ist die Nachbehandlung oft unzureichend.

Dieser Artikel ist hilfreich. 109 Nutzer finden das hilfreich.