Arzneimittelversand Meldung

Warenhäuser, die Medikamente übers Netz anbieten, müssen mit Apotheken kooperieren.

Karstadt hat sein Internetsortiment um Medikamente erweitert – die Gesundheitsreform machts möglich. Der Einzelhändler kooperiert dabei mit der Onlineapotheke mycare.de und verspricht bis zu 30 Prozent Preisvorteil.

Bei einer Stichprobe mit vier gängigen Arzneimitteln lagen die Preise zwar unter denen der Rheinland-Apotheke in Berlin. Aber nicht um 30 Prozent. Für eine Packung Aspirin (20 Stück) wollte die Internetapotheke 3,79 Euro, die Berliner Apotheke 4,30 Euro. Der Hustensaft Tussamag N (200 Gramm) kostete 5,37 Euro statt 5,97 Euro, der Erkältungssaft Wick Medinait (180 Milliliter) 11,68 Euro statt 12,98 Euro und die Augentropfen Berberil Dry Eye (10 Milliliter) 3,74 Euro statt 4,15 Euro.

Die Ersparnisse liegen hier lediglich um die 10 Prozent. Hinzu kämen 4 Euro Versandkosten, wenn der Kunde nicht mindestens 50 Euro ausgibt. Rezeptbestellungen sind versandkostenfrei.

Tipp: Im Netz bieten dubiose Geschäftemacher auch illegal Medikamente an. Das Bundesgesundheitsministerium informiert unter www.bmgs.bund.de „Themenschwerpunkt“, „Gesundheit“, „Arzneimittel“, wie man sich schützt.

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