Arzneimittelsicherheit Meldung

Anfang des Jahres 2002 werden vermutlich alle Kava-Kava-Präparate vom Markt genommen ­ soweit es sich um Arzneimittel handelt. Kava-Kava wird als mildes Mittel gegen Angststörungen eingesetzt.

Dem Bundesinstitut für Arzneimittel liegen 24 Verdachtsfälle vor: Leberversagen, Hepatitis und Leberzirrhose können mit der Einnahme des "Rauschpfeffers" in Zusammenhang gebracht werden. Das Amt musste bis zu einer endgültigen Entscheidung noch die vierwöchige Einspruchsfrist der Hersteller abwarten. Die Firma Bionorica, Hersteller des Präparats Kavatino, hat ihr Produkt bereits im Herbst 2000 vom Markt zurückgezogen.

Achtung: Vorerst nicht betroffen vom Verbot sind Kava-Kava-Produkte aus dem Lebensmitteleinzelhandel, die als Nahrungsergänzungsmittel gelten, aber ebenfalls hohe Kava-Kava-Dosierungen enthalten können. Hier fehlt der Bundesbehörde die rechtliche Handhabe ­ zuständig sind die Lebensmittelüberwachungsämter der Länder.

test hatte zuletzt in der Februar-Ausgabe 2001 vor Leberschäden durch Kava-Kava gewarnt. In den letzten vier Jahren sind von den Präparaten etwa 240 Millionen Einheiten verkauft worden.

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