Arzneimittelsicherheit Meldung

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 6. Juni mit sofortiger Wirkung diese Appetithemmer verboten: Antidiapositum X-112 S, Mirapront N, Regenon, Rondimen und Vita-Schlanktropfen Schuck. Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof Einsprüche betroffener Firmen nach einem über einjährigen Rechtsschutzverfahren abgewiesen. Begründung: zum Teil lebensbedrohliche Risiken.

Bereits vorher waren die Mittel Ponderax und Isomeride, Cafilon und Fasupond verboten worden. Ein Verfahren läuft noch gegen das Präparat Tenuate.

Als umstritten gelten außerdem Boxogetten S, Fugoa N und Recatol Mono. Ihr Risiko wird zurzeit noch bewertet. Sie enthalten Phenylpropanolamin (PPA), das dazu beitragen kann, einen Schlaganfall auszulösen. Das schleimhautabschwellende und die Blutgefäße in der Nase zusammenziehende PPA ist auch in einigen Erkältungsmitteln enthalten.

Appetithemmer in der Selbstmedikation werden bereits seit vielen Jahren kritisiert ­ auch von test. Ein mögliches Anwendungsgebiet lag allenfalls darin, einen Diäteinstieg bei krankhafter Fettsucht (Adipositas) zu erleichtern, aber unter ärztlicher Kontrolle.

Dieser Artikel ist hilfreich. 486 Nutzer finden das hilfreich.