Arzneimittelnebenwirkungen Meldung

Der Hersteller eines Arzneimittels haftet für schädliche Wirkungen nur, wenn sie über ein nach den Erkenntnissen der Medizin vertretbares Maß hinausgehen. Nach einem Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts ist diese Grenze nicht überschritten, wenn bei einem anderen in Betracht kommenden Arzneimittel die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen zwar geringer ist, ihre Folgen dafür aber erheblich gravierender sind (Az. 16 U 127/01). Das Gericht wies die Klage gegen ein Pharmaunternehmen ab. Der Patient und Kläger hatte vorgebracht, die Nebenwirkungen des Medikaments gingen über das medizinisch vertretbare Maß hinaus. Ein alternatives Mittel führe seltener zu Nebenwirkungen. Das Gericht folgte dem nicht: Ein Sachverständiger hatte dargelegt, die Nebenwirkungen des alternativen Mittels seien zum Teil gravierender und könnten sogar zum Tode führen.

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