Arznei­mittel im Alter

So sind wir vorgegangen

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Die Umfrage richtete sich an Menschen ab 65 Jahre beziehungs­weise deren Angehörige. Es konnten sowohl unsere Abonnenten des test.de-Newsletters als auch Nutzer von test.de teilnehmen. Die Umfrage war anonym. Der Befragungs­zeitraum lag zwischen dem 10. April und dem 5. Mai 2013. Die Teilnehmer wurden zu ihrer Arznei­mittel­therapie befragt.

Teilnehmerzahl

996 Personen bearbeiteten den gesamten Fragebogen. Wenige ließen einzelne Fragen aus. Zudem wurden manche Fragen nur einer Teil­stich­probe gestellt. Dadurch weicht die Anzahl der Befragten bei einzelnen Fragen nach unten ab. Dies ist in den Ergeb­nisgrafiken entsprechend vermerkt.

Umfrag­einhalte

Die Teilnehmer wurden gebeten, sämtliche Medikamente aufzuführen, die sie aktuell regel­mäßig oder bei Bedarf einnehmen. Zur eindeutigen Identifikation war jeweils der Name des Präparats, die Dosis und Darreichungs­form, die Pharmazentral­nummer (PZN) sowie der enthaltene Wirk­stoff anzu­geben, ferner die Häufig­keit und Dauer der Einnahme. Zusätzlich gab es Fragen zu den Lebens­umständen der Teilnehmer, etwa zum Alter, Geschlecht, Wohn­ort und dem Vorliegen einer Pfle­gestufe. Weitere Fragen beschäftigten sich mit möglichen Neben­wirkungen und Problemen im Umgang mit Arznei­mitteln.

Hinweis: Alle Prozent-Angaben sind gerundet. Die Umfrage-Ergeb­nisse zeigen Trends auf und sind nicht repräsentativ für die Gesamt­heit der Betroffenen.

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DonChisciotte am 28.07.2014 um 02:22 Uhr
Schindluder mit Medikamenten

Mehrfach wurde in verschiedenen Medien Berichte daraufhin gewissen dass
all zu häufig ältere Menschen mit Medikamenten vollgestopft werden, was oft Nachweislich mehr Schaden als Nutzen hat. Man weis es, doch wo bleiben die Konsequenzen ?
Patient/Pflegeperson darf sich nicht alles gefallen lassen. Wenn man den Sinn einer Verordnung nicht einsieht, muss man nein sagen. Arzt verordnete auch ohne entsprechender Diaknose, lediglich auf Verlangen der Angehörigen wie in einem Autentischen Fall geschehen.Bei nicht zutreffender Inkontinenz und Natürlichen Harndrang nach 4-6 Std. lediglich näßte sich der alte Mann beim Toiletten Gang ein.Arzt verordnete Vesikur 5mg was als bald die möglichen im Beipackzettel Beschriebenen Nebenwirkungen zeigte, doch diese wurden durch Angehörige verbohrt ignoriert, selbst der Hinweis im Beipackzettel sofortiger Abbruch bei Atemprobleme, beachtete niemand. Folge Lungenembolie, Lungenentzündung, Thrombose.

alorak2013 am 10.09.2013 um 21:15 Uhr
alles bereits bekannt

im WDR wurde bereits eine entsprechende Sendung ausgestrahlt (2011 oder 2012). Es wurde gezeigt, wie die alten Menschen mit Medikamenten vollgestopft werden und welche Folgen dies hatte.
Ein Fall wurde besonders gezeigt. Hier wurden einer alten Frau 13 Medikamente zeitgleich verordnet bis sie total verwirrt etc. war. Nach einem Arztwechsel konnte die Medikamentation auf (ich glaube) 6 Medikamente heruntergefahren werden.
Konsequenzen wurden bis heute nicht gezogen :(((

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.09.2013 um 12:11 Uhr
@emmeline

Vielen Dank für Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht. Ihre Ratschläge im Umgang mit Medikamenten, Ärzten und Pflegepersonal können für vielen Lesern sicher eine gute Hilfestellstelung sein. (BP)

PHofer am 08.09.2013 um 09:29 Uhr
Kritisch bleiben

Auch Ärzte und Apotheker machen Fehler und übersehen ab und an Dinge. Am besten ist an der Stelle immer noch der eigene Verstand mit dem man im Netz auch mal Medikamente nachschauen kann oder die Packungsbeilage zum Lesen.

emmeline am 06.09.2013 um 21:06 Uhr
Kontrolle, Hartnäckigkeit, gute Ärzte, Nein-Sagen!

2. Hartnäckigkeit
Man kann nicht davon ausgehen, dass Ärzte/Apotheke sich an individuelle Besonderheiten des Patienten erinnern. Patient/Pflegeperson müssen immer dran bleiben, hartnäckig nachfragen und informieren. Von sich aus bieten das die Beteiligten nicht an, das muss man einfordern oder - noch besser - einfach machen! Mir ist bewusst, dass das für Alte, die keine Angehörigen haben, quasi nicht umsetzbar ist.
3. gute Ärzte
Gute Ärzte muss man sich erarbeiten. D. h. im Zweifelsfall wechseln! Meine Mutter hat mittlerweile eine Hausärztin mit Schwerpunkt Geriatrie. Es ist nur dem Schicksal zu verdanken, dass die Fehler, die Ärzte bei meiner Mutter gemacht haben, glimpflich ausgegangen sind. Und es waren einige gravierende.
4. Nein-Sagen
Patient/Pflegeperson darf sich nicht alles gefallen lassen. Wenn man den Sinn einer Verordnung nicht einsieht, muss man nein sagen. Ärzte verordnen den Standard, erst beim Nein denken sie nach, wägen ab, gehen individuell auf den Patienten ein.