Patienten müssen Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind, weiter aus eigener Tasche zahlen: Die seit 2004 ­geltende Regelung, nach der die gesetzlichen Krankenkassen nicht für solche Medikamente aufkommen müssen, ist rechtens, entschied das Bundessozial­gericht (Az. B 1 KR 6/08 R). Dagegen hatte ein Mann geklagt, der bei der Techniker Krankenkasse versichert ist und seit ­Jahren an chronischer Bronchitis leidet.

Er wollte, dass seine Kasse weiter die regelmäßigen Ausgaben für das nicht verschreibungspflichtige Medikament „Gelomyrtol forte“ trägt. Die obersten Sozialrichter entschieden jedoch: Es sei zumutbar, dass solche Medikamente im unteren Preisbereich, die schon früher oft ohne Rezept abgegeben wurden, nicht zu den Kassenleistungen zählen.

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