Arzneimittel-Sparpaket Meldung

Um die stark steigenden Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel zu begrenzen, will die Bundesregierung die Pharmahersteller in die Pflicht nehmen. In einem Gesetzentwurf verlangt sie, dass die Hersteller künftig den Nutzen für neue Arzneimittel – etwa in der Krebstherapie – anhand klinischer Studien nachweisen und binnen eines Jahres den Preis mit den Kassen aus­handeln sollen.

Hat das Arzneimittel keinen Zusatznutzen, soll die Kasse denselben Preis wie für vergleichbare Medikamente zahlen. Zuletzt waren die Ausgaben für Arzneimittel allein 2009 um 5,3 Prozent je Versicherten gestiegen – bei Gesamtausgaben für Medikamente von 32 Milliarden Euro. Größte Kostentreiber waren teure Spezialpräparate, deren Preise die Hersteller zurzeit noch frei bestimmen können, bis der Patentschutz ausläuft.

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