Das Pharmaunternehmen Hexal darf das Medikament Omep gegen Sodbrennen nicht mehr mit dem Zusatz „akut“ versehen. Das hat das Verwaltungs­gericht Köln entschieden. Der Grund: Das Wort „akut“ könne Käufer in die Irre führen. Er lasse vermuten, dass die Wirkung schnell eintrete, der Kranke in kurzer Zeit von den Beschwerden erlöst werde. Omep wirkt aber erst inner­halb von einer bis zwei Stunden. Das Gerichts­urteil stimmt mit der Einschät­zung des Bundes­instituts für Arznei­mittel und Medizin­produkte über­ein. Es hatte „akut“ bean­standet. Hexal klagte. Das Argument des Herstel­lers: „Akut“ beziehe sich auf das Krank­heits­bild Sodbrennen, das plötzlich auftrete. Hexal war in Berufung gegangen, sie wurde vom Ober­verwaltungs­gericht Nord­rhein-West­falen abge­lehnt. Damit ist das Urteil rechts­kräftig. Hexal stellt nun auf den Namen „Omep Hexal“ um, Packungen mit „akut“ werden aber noch abver­kauft. Omep ist Markt­führer in dem Segment. Es bringt Hexal jähr­lich 9 Millionen Euro Umsatz.

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