Wen Arthrose plagt, dem kann ein künst­liches Kniegelenk helfen. Ob die Operation angeboten wird, scheint vom Wohn­ort abzu­hängen. Das zeigt eine Studie der Bertels­mann Stiftung (www.faktencheck-knieoperation.de). So finden etwa in vielen bayerischen Städten doppelt so viele OPs je 100 000 Einwohnern statt wie in Berlin. Bemerkens­wert ist auch, wie unterschiedlich regional die Häufig­keit von Kniegelenk­spiege­lungen (Arthroskopien) ist. Dabei spülen Ärzte das Knie oder tragen zerstörtes Gewebe ab. Diese Methode scheint bei Arthrose nichts zu nützen, wie eine neue Studien­auswertung des Instituts für Qualität und Wirt­schaftlich­keit im Gesund­heits­wesen ergab. Die OP findet insgesamt in den neuen Bundes­ländern deutlich seltener statt als in den alten.

Tipp: Versuchen Sie, nicht­operative Therapien wie Sport, Physio­therapie und Schmerz­mittel best­möglich auszuschöpfen. Wann ein künst­liches Knie nötig ist, lässt sich nicht leicht entscheiden. Besprechen Sie das gründlich mit dem Arzt, holen Sie eine Zweitmeinung ein.

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