Arterienverkalkung Bypass oder Stent?

Für Patienten, bei denen die drei großen Herzkranzarterien verengt sind, ist eine Bypassoperation sinnvoller als die Versorgung mit einer Gefäßstütze (Stent). Das zeigte sich in einer Studie, an der in Europa und den USA 1 800 Patienten teilnahmen. Jeweils die Hälfte der Koronarpatienten wurde operiert oder erhielt nach Aufweitung der Engstelle einen Stent. Die Studie sollte beweisen, dass die Behandlungsmethoden gleichwertig sind. Ein Jahr nach dem Eingriff zeigte sich, dass Patienten mit Stent häufiger einen Herzinfarkt erlitten als Teilnehmer der Bypass-Gruppe. Außerdem bildeten sich in den Arterien mit Stents schneller neue Ablagerungen und Verengungen, obwohl eine Arzneimittelbeschichtung das verhindern sollte. Das Schlaganfallrisiko war in der Stent-Gruppe aber niedriger als bei Patienten mit Bypass. Deutsche Herzchirurgen sehen ihre Therapieempfehlungen bestätigt: Bei Verengungen oder Verschlüssen aller großen Koronar­arterien empfehlen sie eine Bypassoperation. Wenn nur ein oder zwei Herzkranzgefäße verstopft sind, kann ein Stent die bessere Lösung sein.

Mehr zum Thema

  • Medikamente gegen Blut­hoch­druck Wenn gesund Leben nicht reicht

    - Blut­hoch­druck kann schwere Krankheiten verursachen – bis hin zu Herz­infarkt und Schlag­anfall. Viele Betroffene brauchen Medikamente wie ACE-Hemmer, Sartane,...

  • Blut­druck­mess­geräte im Test Die besten Geräte für Hand­gelenk und Ober­arm

    - Wer den Blut­druck kontrolliert, braucht ein Gerät, das genaue Werte liefert. Von 17 Blut­druck­mess­geräten sind sieben gut: sechs für den Ober­arm, nur eins fürs Hand­gelenk.

  • Aspirin und Co Dauer­einnahme nützt vielen nicht

    - Täglich eine Aspirin – nicht wenige nehmen die Schmerz­tablette in der Hoff­nung ein, so einem Herz­infarkt oder Schlag­anfall vorzubeugen. Ist die Hoff­nung berechtigt?...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.