Der Verkäufer eines Einfamilien­hauses in Emden hat die Feuchtig­keit in den Wänden vorüber­gehend unsicht­bar gemacht – durch unter die Tapete gelegte Alumini­umfolie. Der Käufer unterzeichnete mit dem Kauf­vertrag einen Haftungs­ausschluss und zahlte 125 000 Euro. Als die Folie nach einiger Zeit undicht wurde, trat die Feuchtig­keit zutage. Darauf­hin wollte der Käufer das Haus zurück­geben. Der Verkäufer verwies auf den Haftungs­ausschluss und weigerte sich, den Vertrag rück­abzuwickeln. Das Land­gericht Aurich gab ihm recht. Nicht so das Ober­landes­gericht Oldenburg (Az. 1 U 129/13). Es urteilte für den Käufer. Der Verkäufer habe arglistig gehandelt. Der Kläger erhält die Kauf­summe zurück plus rund 16 000 Euro Schaden­ersatz. Der Verkäufer bezahlt auch den Sach­verständigen, der im Prozess sagte, das Haus sei teil­weise unbe­wohn­bar, sowie die Maklerkosten und die Grund­erwerb­steuer. Das Urteil ist nicht rechts­kräftig.

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