25 Prozent seiner Schulden will Argentinien zurückzahlen, die restlichen 75 sollen gestrichen werden, ebenso die Zinsen. So lautete das erste Angebot an private Anleger, die Anleihen des südamerikanischen Pleitelandes besitzen. Die Umschuldungsverhandlungen laufen allerdings noch.

„Inakzeptabel“ nennt Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) die Offerte. Die DSW ist über die Verhandlungsgemeinschaft ABRA an den Gesprächen mit den Argentiniern beteiligt.

ABRA hat Anleihen privater Anleger eingesammelt und gebündelt, um eine starke Verhandlungsposition aufzubauen. Rund eine Milliarde Euro sind bislang zusammengekommen. Das Ziel: Argentinien soll private Anleger gleich behandeln wie Banken oder andere professionelle Gläubiger und möglichst alle Schulden und Zinsen zurückzahlen.

Wer Anleihen hat, kann sich der ABRA noch bis zum 31. Oktober anschließen. Dazu müssen Anleger ihre Wertpapiere bei ihrer Bank einreichen und gegen spezielle Zertifikate tauschen.

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