Arcor ISDN 765 Meldung

Arcor bietet ab morgen den Tarif ISDN 765 an. Ähnlich wie im xxl-Tarif der Telekom telefonieren Kunden damit samstags, sonntags und an bundeseinheitlich gesetzlichen Feiertagen umsonst. Was der Telekom durch die Regulierungsbehörde untersagt wurde, ist beim Arcor-Tarif möglich: Auch das Surfen im Internet ist an diesen Tagen kostenlos. Wer den Arcor-Tarif nutzen möchte, muss allerdings komplett zu diesem Anbieter wechseln. test.de sagt, ob sich das lohnt.

Freies Wochenende

Der neue Tarif ISDN 765 kostet 31,95 Euro im Monat. Darin enthalten sind 120 Freiminuten für Ortsgespräche in der Nebenzeit. Im Vergleich zum Standard-ISDN-Tarif von Arcor sinken auch die Preise in der Hauptzeit: Von 4,5 auf 3 Cent ins Ortsnetz und von 9 auf 4 Cent für Ferngespräche. Auch werden Gespräche in „Topländer“ günstiger: Für eine Minute Telefonieren in die USA bezahlen Arcor-Kunden mit dem neuen Tarif statt 12 nur noch 4,5 Cent. Lohnt sich ein Wechsel?

Ein Dutzend mehr

Arcor-Kunden mit gewöhnlichem ISDN-Tarif wechseln zu ISDN 765 bis Ende Januar kostenfrei. Danach werden einmalig 24,95 Euro fällig. Der Standardtarif von Arcor kostet monatlich 19,95 Euro. Kunden mit ISDN 765-Tarif zahlen also pro Monat 12 Euro zusätzlich, damit sie an Wochenenden sowie Feiertagen und 2 Stunden zur Nebenzeit an Werktagen ins Ortsnetz umsonst telefonieren können. Hinzu kommen ab Februar knapp 25 Euro Einrichtungsgebühr.

Für Vieltelefonierer

Wer genau nachrechnet, kriegt folgendes raus: Wenn jemand regelmäßig am Wochenende mehr als 2 Stunden telefoniert und surft, dann lohnt sich der Umstieg. Denn ohne diesen Tarif kostet bei Arcor eine Minute Ferngespräch am Wochenende in der Hauptzeit 2,5 Cent. Zusätzlich dürfen Kunden mit dem neuen Tarif noch unter der Woche zwei Stunden umsonst in der Nebenzeit telefonieren. Ein weiterer Vorteil: die reduzierten Preise für Orts- und Ferngespräche in der Hauptzeit.

Entscheidender Systemwechsel

Für Arcor-Wochenendtelefonierer und -surfer lohnt sich also der Wechsel vom Standardtarif zu ISDN 765 bis Ende Januar auf jeden Fall. Danach fällt eine einmalige Gebühr von knapp 25 Euro an. Die muss dann erst einmal „raustelefoniert“ werden. Anders hingegen sieht es aus für Telekom-Kunden, die zu Arcor wechseln. Erstens ist ein Arcor-Anschluss nicht überall in Deutschland möglich. Zweitens haben Telekom-Kunden als Alternative den xxl-Tarif. Und drittens geben die Wechselwilligen einen entscheidenden Vorteil auf, den sie bisher hatten: Call-by-Call.

Vorteil billige Vorwahl

Denn nach einem Wechsel zu Arcor ist es nicht mehr möglich, Billiganbieter per Vorwahl dazwischen zu schalten. Wer sich für Arcor und den ISDN 765-Tarif entscheidet, wählt immer über Arcor und bezahlt somit deren Preise. In der Regel liegen die Preise der günstigsten Call-by-Call-Anbieter immer unter denen von Arcor. Und bei manchen Auslandsgesprächen zahlt der Arcor-Kunde erheblich mehr: Ein Anruf nach Ägypten kostet mit einem günstigen Call-by-Call-Anbieter circa 80 Cent weniger pro Minute.

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