Liegt ein Arbeitszimmer nicht in der eigenen Wohnung, sondern in der Etage darüber, sind die Ausgaben für den Raum womöglich unbegrenzt absetzbar: Entscheidend ist, dass der Arbeitsraum klar vom Wohnbereich getrennt ist, erklärten die Richter des Finanzgerichts Köln (Az. 10 K 839/04).

Dies war bei einem Computer-experten der Fall, der ein separates Apartment im Mehrfamilienhaus als Arbeitszimmer nutzte. Deshalb stuften die Richter das Arbeitszimmer als „außerhäuslich“ ein. Sie haben aber eine Revision beim Bundesfinanzhof zugelassen.

Seit Anfang 2007 ist der Unterschied zwischen häuslichem und außerhäuslichem Arbeitszimmer besonders wichtig: Während Ausgaben für ein außerhäusliches Arbeitszimmer weiter unbegrenzt als Werbungskosten abzusetzen sind, gilt dies für ein häusliches Arbeitszimmer nur noch, wenn der Raum Mittelpunkt der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit ist. Damit entfiel der Steuervorteil etwa für Lehrer und Angestellte, die nebenbei selbstständig zu- hause arbeiten.

Tipp: Prüfen Sie, ob ein außerhäusliches Arbeitszimmer für Sie infrage kommt. Berechnen Sie aber genau, ob sich der Steuervorteil im Vergleich zu möglichen Zusatzausgaben lohnt.

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